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Birgit Salutzki
Ruhrkälte

emons Verlag
2015
240 Seiten
ISBN-13: 978-3954517428
€ 9,90


Von Klaus Makollus am 16.12.2016

  Kurz vor dem Derby mit der Borussia aus Dortmund findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen-Schalke einen Toten auf der Aschenbahn. Der Mörder entfernte dem Mann das Herz und ein Tatoo. Kurze Zeit später stirbt ein Taucher bei einer Unterwasser-Hochzeit im Gasometer des Landschaftsparks Nord in Duisburg.
  Kommissar Marius Perez ist Halbspanier und Metal-Fan.
  Auf den ersten Blick ist dies ein Regionalkrimi. Er spielt im Ruhrgebiet und ist an einigen prominenten Orten dort angesiedelt. Salutzki kommt es dabei zugute, daß sie aus dem Ruhrgebiet stammt und in Gladbeck lebt und arbeitet. So sollte man zumindest meinen. Der regionale Ansatz ist aber nur schwach ausgeprägt. Die Handlung könnte auch irgendwo anders im Ruhrgebiet oder gar anderen Teilen Deutschlands spielen. Örtlichen Flair gibt es jedenfalls so gut wie keinen. Wenn es um lokale Bezüge gehen sollte, müßte der Kommissar Deutschtürke sein und orientalische Folklore lieben.
  Die weibliche Note ist dem Kriminalroman aber dafür überdeutlich anzumerken. Es geht um Gefühle, Freundschaft und Liebe. Also Themen, die bei (männlichen) Autoren in dieser Form so nicht vorkommen. Richtig Fahrt nimmt der Krimi erst in der zweiten Hälfte auf - Perez muß zeigen, daß er ein guter Kommissar ist.
  Der Roman bricht auch ein wenig mit konventionellen kriminalliterarischen Gepflogenheiten. Es gibt zwar eine Lösung am Ende, der Täter wird genannt. Eine Beschreibung, wie die Morde begangen wurden fehlt allerdings. Ein kleiner Mangel ist dies schon. Man möchte als Leser schon wissen, wer was wie getan hat.

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