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Jürgen Roth
Schmutzige Hände
Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren
(2000)

C. Bertelsmann
415 Seiten


Von Alfred Ohswald am 22.10.2000

  Roths schrieb schon einige Bücher über die organisierte Kriminalität. In "Schmutzige Hände" befasst er sich unter anderem mit der mächtigen Männern und Organisationen der Ostmafia, Südamerikas und der Türkei und wie ihre westlichen Verbündeten den dortigen meist eng mit den Machthabern liierten Verbrechersyndikaten beide Augen zudrücken, wenn es um ihrem politischen oder wirtschaftlichen Vorteil geht.
  Er schreibt über zwielichtige Männer wie Monzer Al Kassar, David Sanikidze, und andere Größen der "Geschäftswelt" und wie gern sie bei so manchem Politikern in Deutschland und Österreich gesehen werden. Das Beispiel Erich Buntes, der lange für das Bundeskriminalamt arbeitete und dann aber fallengelassen wurde, zeigt deutlich die zum Teil durch begrenzte Mittel verursachte Hilflosigkeit der Behörden gegenüber den wirklich Großen Fischen.
  Ausführlich geht der Autor auch auf die in verschiedenen in Süd- und Mittelamerika tätigen Männer und Gruppen ein, mit deren Drogengeschäften der CIA oft mehr als nur als stiller Dulder verwickelt ist.
  Im letzten Teil geht es dann um die Türkei, in der so ziemlich alle politischen Kräfte bis in ihre Spitzen hinein zutiefst mit den kriminellen Organisationen verbunden sind. Vor allem die ultranationalen "Grauen Wölfe" haben vom Papstattentat über die Drogengeschäfte bis zum Waffenhandel fast überall ihre Hände im Spiel. Und sie hatten in bisher jeder türkischen Regierung mächtige Freunde, die sie praktisch unangreifbar machen.

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