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Wesley Chu
Die Leben des Tao
(The Lives of Tao)

Fischer/Tor
2016
Übersetzt von Simone Heller
432 Seiten
ISBN-13: 978-3596034871
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 09.12.2016

  Auf der Erde bekämpfen sich zwei fast körperlose Alien-Rassen seit sehr langer Zeit, indem sie Menschen als Wirte benutzen. Meist sind es große Persönlichkeiten der Geschichte aber manchmal müssen sie in einer Notsituation auch mit dem Erstbesten vorlieb nehmen, der ihnen über den Weg läuft, weil sie nicht lange unter den Umweltbedingungen auf der Erde existieren können.
  So geht es auch Tao, dessen Wirt bei einer Auseinandersetzung sein Leben lassen muss. In dieser Notsituation muss er mit dem eher unterdurchschnittlich geeigneten Roen Tan Vorlieb nehmen. Roen ist ein zu Übergewicht neigender Programmierer, der in einem frustrierenden Job festhängt. Tao bleibt also reichlich zu tun, um Roen zu einem kampfkräftigen Agenten auszubilden.
  Im zweiten Teil „Die Tode des Tao“ sind die meisten Charaktere weitgehend eingeführt und es geht darum, einen wahrhaft bösen Plan der fiesen Genjix zu verhindern. Wozu unser Held Roen eine persönliche Herausforderung meistern muss. Auch hier beginnt das Buch ausgesprochen actionreich, was eher an James Bond denn als Science Fiction erinnert. Nur dass hier die Kopfstimme nicht die eigenen Gedanken, sondern die eines den Körper bewohnenden Aliens ist.
  Im dritten und letzten Teil bekriegen sich die beiden Alien-Fraktionen der Genjix und Prophus ein paar Jahre später im Unterschied zu früher bereits öffentlich.
 
  Obwohl „Das Leben des Tao“ in erster Linie unter dem Label Science Fiction läuft, hat es auch viel von einem Agenten-Thriller. Nur dass hier zumindest in den ersten beiden Teilen die „guten“ gegen die „bösen“ Aliens im Hintergrund einen ewigen Kampf führen. Dieses doch eher eindimensionale Strickmuster wird dann noch mit dem ebenfalls typischen Antihelden, der sich dann zum waschechten Helden mausert, ergänzt.
  Zielpublikum dürften eher jüngere Leser sein, da die Trilogie nicht unbedingt sonderlich komplex und darum flott zu lesen ist. Auch die meisten Charaktere kommen über Klischee-Typen nicht hinaus. Also recht gut gelungenes Lesefutter, wenn man nichts gegen eher leichte Unterhaltung einzuwenden hat. Dass der Autor von Science-Fiction über den Agententhriller bis zu eine Art Superhelden alles in diese Trilogie hineingepackt hat, hat ihr qualitativ nicht unbedingt gut getan.

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