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Dennis Hopeless / Mark Bagley
Die neuen X-Men 1
(All-New X-Men 1-6)

Panini
2016
140 Seiten
€ 16,99


Von Alemanno Partenopeo am 28.10.2016

  Angel, Beast, Cyclops und Iceman müssten ebenso wie viele andere Mutanten feststellen, dass sie mehr gefürchtet und verachtet sind, als dass sie geliebt werden. Scott Summers ist für den Stimmungswandel mitverantwortlich, aber die Verantwortung müssen die jungen X-Men übernehmen. Die vier Teenager verbünden sich mit Wolverine, Idie Okonkwo und Kid Apocalypse und stellen sich der Verantwortung, auch wenn sie große Zweifel an Xaviers Worten haben: „Wandel braucht Zeit. Jemand muss mit gutem Beispiel vorangehen.“ Natürlich haben die Teenager dafür keine Zeit, denn sie sind ungestüm und erwartungsvoll und was sich nicht sofort erreichen lässt ist völlig uninteressant. Sich messen, seine Grenzen austesten, Wettläufe und competition gehören zu diesem Lebensalter wie die Biene zum Honig, so süß sind der Jugend Verlockungen. Aber wer keine Geduld hat, wird nie altern.
 
  „Ich weiß, die können nichts dafür und ich bin keine Rassistin, aber wenn die sich so aufführen, gehören Mutanten in den Knast“, sagt die kleine Ausreißerin ausgerechnet zu Scott Summers, der seine Strahlen hinter einer dicken, roten Schibrille versteckt und sie spricht damit aus, was auch viele andere denken: wer nicht der Norm entspricht und auffällt gehört eingekastelt. Dieses Gesellschaft kann mit besonderen Begabungen nicht umgehen, wer auffällt, ist der Feind der Gesellschaft. Denn nur wenn alle gleich sind, kann es Gleichheit geben. In der „schönen neuen Welt“ (Aldous Huxley) gibt es keine Privatsphäre und die soziale Kompetenz ist tot, sagt Scott, während er sich in einen Computer einloggt. In der Bibliothek der Universität fallen sechs Mutanten über ihn her und die Cops nehmen am Campus normal einfach beide Parteien fest: Das ist einfacher.
 
  „Ich mag jeden Plan in dem Pizza vorkommt“, meint eine der Mutanten, aber Scott wirft ihnen entgegen: „Du und deine Freude seid keine coolen Freiheitskämpfer. Ihr seid nur dumme Kids mit Monstermasken, die Angst verbreiten und Spielzeug klauen“ und damit hat sich das mit der Pizzabestellung auch erledigt. Wäre da nicht Pickles, das kleine, blaue Fressmonster – ein Bamf - das die Pizza mit den Fingern bestellt. Die Schizophrenie in Scott Summers Kopf, der Cyclops ist, wird glaubhaft dargestellt und zeichnerisch überzeugend rübergebracht und seine Auseinandersetzung mit seinen Epigonen, den „Ghosts of Cyclops“, in schillernden Farben präsentiert. Die fünf Episoden in vorliegendem Band spielen in Chicago und Scotts Worte nehmen das Dilemma vorweg: „Anders als ihr Idioten kann ich die Cyclops-Maske nicht absetzen!“ Vielleicht muss man sich seinem Erbe einfach stellen – auch wenn man noch viel zu jung dafür ist.

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