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Henning Mankell
Mörder ohne Gesicht

dtv
1999
333 Seiten
DM 17,90


Von Claudine Borries am 20.10.2000

  Der ermittelnde Polizist Kurt Wallander muss einen schrecklichen Mord an einem alten Bauernpaar aufklären. Es scheint keine ersichtlichen Gründe für den in der Ausführung überaus grausamen Mord zu geben.
  Nicht aber das Mordgeschehen an sich macht diesen Kriminalroman zu einem besonderen: es sind die feinen psychologischen Beobachtungen im Umfeld des K. Wallander, die das Buch so exzellent und herausragend machen. Da ist sein eigener alter Vater, den K. Wallander mit sezierendem Blick sieht und beschreibt: sein Altwerden, die Gerüche um ihn, die langsame Verwahrlosung und Senilität, die ins Auge fällt. Die Tochter des Kurt Wallander mit schweren psychischen Störungen wird am Rande beschrieben,-- wobei hier noch eine Extraproblematik in Form des Freundes der Tochter, eines farbigen Mannes aus Kenia, eingeführt wird. Kurt Wallander ist ein nachdenklicher, sich und seine Lage reflektierender Mann: seine gescheiterte Ehe, seine unbeholfenen Versuche der Annäherung an eine junge Staatsanwältin, seine sehnsuchtsvolle Beziehung zu seiner Tochter-- alle diese Beobachtungen machen diesen Roman zu einem lesenswerten, ungemein nachdenklich stimmenden Roman.

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