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Erwin Kohl
Verdammt lang tot

Lübbe
2015
270 Seiten
ISBN-13: 978-3404173013
€ 8,99


Von Klaus Makollus am 02.10.2016

  Wolfgang "Wolle" Lodzinski wird tot in einem Baggerloch am Niederrhein aufgefunden. Er ist dort ertrunken. Da Fremdverschulden von der Polizei ausgeschlossen wird, landet die Akte schnell bei den tragischen Unfällen und Selbstmorden. Lukas Born ist suspendierter Polizist in Krefeld. Je mehr er über dieses Ermittlungsergebnis nachdenkt, dest mehr wundert er sich. Lodzinski war doch erfolgreicher Profi-Schwimmer in der DDR.
  
  Vordergründig ist dies ein gut gemachter Regionalkrimi. Born ist ein abgehalfterter Polizist / Bulle. Nach einem Disziplinarverfahren ist er aus dem Polizeidienst ausgeschieden. Da er den Tod eines Kindes nicht verhindern konnte, quälen ihn Albträume. Er lebt von seiner Noch-Ehefrau getrennt. Im Laufe der Handlung kann er von den Albträumen kuriert werden und zu seiner Frau zurückfinden. Seine finanziellen Sorgen bleiben. Er lebt auf einem Camping-Platz mit seinem Hund zusammen. Seine Mit-Camper werden zu einer enthusiastischen Helfer-Truppe. Hier sind also all´ diejenigen Elemente enthalten, die einen erfolgreichen zeitgenössischen deutschsprachigen Kriminalroman ausmachen.
  
  Der Regionalbezug zum Niederrhein ist eher zufällig und austauschbar. Er könnte auch ausgetauscht werden, die Handlung somit genau so gut in einem anderen Teil Deutschlands spielen.
  
  Ein ernster Hintergrund der Handlung sei hier nicht verschwiegen. Es geht dabei um das Doping im DDR-Hochleistungssport. Er ist der Auslöser für die Handlungen im Buch, ist Auslöser für die Handlung im Buch und läßt seine Schatten bis ins deutsch-niederländische Grenzgebiet reichen. Bei allem Humor, der im Buch durchscheint, zeigt Kohl auch seine erste Seite, die gut recherchieren kann.

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