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Andreas Gruber
Todesmärchen

Goldmann
2016
544 Seiten
ISBN-13: 978-3442483129
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 19.09.2016

  In Bern, in der Schweiz, wird eine weibliche Leiche erhängt unter einer Brücke aufgefunden, die eine Zahl in die Haut geschnitten bekommen hat. Weil es in Deutschland schon einige Mordopfer unter vergleichbaren Umständen gab, wird Maarten S. Sneijder als Amtshilfe angefordert und durch ihn kommt dann auch schnell seine Assistentin Sabine Nemez ins Spiel.
  Alle erwähnten Mordopfer weisen auf einen Niederländer namens Piet van Loon hin. Der sitzt jedoch, von Sneijder persönlich vor fünf Jahren hinter Gitter gebracht, wegen einer Mordserie in einem Hochsicherheitsgefängnis. Dort wird er von der jungen Therapeutin Hannah Norland behandelt. Doch sie birgt auch ein Geheimnis hinter ihrer Identität.
 
  Gruber erzählt diesen Thriller aus zwei Zeitebenen, Sneijder und Nemez auf der einen Seite und Hannah und Loon ein wenig in die Vergangenheit versetzt. Im Gegensatz zu seinen anderen Romanen, erfährt man hier relativ bald, wer der Täter ist. Die Spannung entsteht hauptsächlich durch die Jagd auf ihn. Und im Epilog gibt’s noch eine kleine Überraschung.
  An amerikanische Thriller-Autoren erinnert, wie in den Vorgängern, auch hier einiges, wie etwa besonders grausame Morde und psychopathische Serienmörder. Wer sich schnell an Grausamkeiten stört: Hände weg! Keine Spur also von den sonst bei österreichischen Autoren so beliebten, kauzigen Figuren. Bei Gruber ist sogar der Held ein psychisch reichlich gestörter Typ, ja sogar Holländer.
  Typisch auch für Gruber die ausgeklügelte Konstruktion und die handwerklich gekonnte Erzählweise, die den Lesern das Verfolgen der Komplexen Handlung ohne Probleme erlaubt und somit für die Pageturner-Qualitäten sorgt.
  Wer Andreas Gruber schon kennt, macht hier nichts falsch, auch für Debütanten ist das Buch durchaus empfehlenswert, obwohl da wohl "Todesfrist", der erste Roman mit Sneijder und Nemez, besser geeignet wäre.

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