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Andrea Camilleri
Die Revolution des Mondes
(La rivoluzione della luna, 2013)

Nagel & Kimche
2014
Übersetzt von Karin Krieger
288 Seiten
ISBN-13: 978-3312006021


Von Alfred Ohswald am 26.08.2016

  Der Vizekönig auf Sizilien stirbt während einer Sitzung des königlichen Rats im Jahr 1677. Die sechs Ratsmitglieder hatten wegen seiner Krankheit schon einige Zeit viele Dinge zu ihren oder ihrer Verwandten und Bekannten Gunsten regeln können. Aber als der Vizekönig tot auf seinem Thron sitzt, treiben sie es auf die Spitze. Sie verheimlichen seinen Tod bis zum Ende der Sitzung und schassen sich gegenseitig Geld, Besitz und andere Vorteile zu.
  Völlig überraschend taucht kurz danach seine junge Witwe mit einem Testament auf, in dem sie als seine Nachfolgerin bestimmt wird. Ab jetzt kommt sie ihnen bei ihren Mauscheleien ständig in die Quere worauf sie mit einer Intrige nach der anderen reagieren.
 
  Mit seinem Erzählstil mit immer leicht ironischen Unterton erzählt Camilleri diese Anekdote aus der Geschichte Siziliens, die sich zumindest in groben Umrissen tatsächlich so zugetragen hat. Und dieser Stil macht das Buch dann auch so besonders unterhaltsam.
  Vielleicht werden die Personen etwas zu klischeehaft positiv und negativ dargestellt, die Vizekönigin wird fast schon als Heilige und die gegen sie opponierenden Stadträte als wirklich abgrundtief verabscheuungswürdige Bösewichter beschrieben. Aber wie beim Kasperltheater kommt auch der Unterhaltungswert ein wenig vom Vergnügen der Leser, wenn die Bösewichte immer wieder de Kürzeren ziehen.
  Wer gut geschriebene und kurzweilige Unterhaltung sucht, sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

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