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Grant Morrison
One Million
Justice League

Panini
2016
324 Seiten
ISBN-13: 978-3957986641
€ 29,99


Von Alemanno Partenopeo am 16.05.2016

  Das ganz besondere Crossover-Event erwartet die Leser dieses Comics, denn es werden eine Vielzahl von Heldinnen und Helden in ihm aktiv und das gleich auf mehreren Zeitebenen. Die Grundlage beim Entwurf der vierteiligen Serie – von der in diesem Band alle vier Teile enthalten sind – spielte ein mathematisches Gedankenexperiment: Da auf einer fiktiven DC-Comicausgabe der Zukunft irgendwann einmal die Nummer 1.000.000 prangen würde und man mit dem Jahr 1938 die Nummer 1 annimmt, würde die millionste Ausgabe im 853. Jahrhundert spielen. Die Helden der Justice League of America des Jahres 1998 würden dann also auf jene des Jahres 85300 treffen. Nachdem ja viele der Superhelden unsterblich sind und einige von ihnen auch geklont werden würden, würde es dann also gleich mehrere Ausgaben desselben Helden geben, abgesehen davon, dass ja auch immer wieder andere in die Kostüme des vorherigen schlüpfen würden, um diesen zu ersetzen.
  Zuerst sind die Superhelden aus der Zukunft denen der Gegenwart unheimlich, doch nach einigen Sicherheitschecks trauen sie den leicht genmutierten Helden des 853. Jahrhunderts. Lois Lane wundert sich zwar über Supermans Verbundenheit zu Lex Luthor und auch seinen Mangel an Humor versteht sie erst nicht, bis sie feststellt, dass die eigentliche Humorlose vielmehr sie selbst ist, denn die Ironie gibt es sehr wohl auch noch in einer sehr fernen Zukunft, wie sie bald feststellt. Aber dann macht ein Virus aus der Zukunft den Erdlingen zu schaffen, der alle Menschen die er befällt „paranoid, argwöhnisch und instinktiv“ macht. Der Verdacht fällt natürlich sofort auf die Superhelden der Zukunft, doch dann stehen diese den anderen tatkräftig bei der Bekämpfung des Virus zur Seite und holen sich ihre „streetcredibility“ zurück. „Dauernd veränderst Du Dich. Ich weiß nie ob du oder jemand anderer hinter der Maske steckt“, beschwert sich Policecomissioner Gordon bei Batman, aber tatsächlich ist nicht nur die Maske eine andere, sondern auch der Mann dahinter.
  „Obwohl ich glühe, bin ich tot.“ Die Justice League 20 und 853 kämpft aber nicht nur gegen den Computervirus, sondern auch gegen Solaris, eine gewaltige Informationsspeichereinheit, die eine Milliarde mal grösser ist als alle Systeme des 20. Jahrhunderts. „Solaris“ soll aber auch den Hourman-Virus hervorgebracht haben, glauben die Unterstützer aus der Zukunft. Solaris ist ein eigenständiges lebendiges System, das nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und „...auf die Herrschaft des Universums“, wie Batman eilig hinzufügt. Um Solaris zu besiegen, muss aber Solaris erst erschaffen werden und dieses Paradoxon eröffnet Batman auch Starman, der es satt hat, die Rolle seiner Vorväter zu übernehmen und bald zum Verräter wird. Aber von wem? Denn eine weitere weitaus größere Aufgabe stellt den Superhelden auch Vandal Savage, der Mann der in der Geschichte der Menschheit schon öfter die böse Rolle spielte. Intergalaktische Spannung auf über 320 Seiten erwartet den Leser dieses Comics aus dem Hause Panini, bei dem auch die Frage nach der Zeit interessant gelöst wird: sie existiert ganz einfach parallel!
 Große Gastauftritte von Starman, Wonder Woman, Cat Woman, Superman, Batman und vielen anderen mehr. Mit vielen Steckbriefen von Superhelden und Superschurken.

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