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Isabel Bogdan
Der Pfau

Kiepenheuer&Witsch
2016
256 Seiten
ISBN-13: 978-3462048001
€ 18,99


Von Alfred Ohswald am 03.04.2016

  Das Ehepaar McIntosh nennt ein Landgut in der schottischen Provinz sein eigen. Um sich die nicht unbeträchtlichen Erhaltungskosten leisten zu können, vermietet es Zimmer an Touristen und andere Gäste.
  Und so bucht auch eine Gruppe Banker zu einem sogenannten „Teambuilding“ unter der Anweisung einer Trainerin, einige Räume. Für das leibliche Wohl sorgt eine Köchin. Allerdings befürchten die McIntoshs und ihren Angestellten, dass ihr etwas wirrer Pfau, der alles attackiert, was von blauer Farbe ist, für Probleme sorgt. Und so werden die Pfaue mit Futter etwas in den Wald gelockt, um sie aus dem Weg zu haben. Eine Aktion, die leider nicht lange Früchte trägt.
 
  Isabel Bogdan war vor ihrer Schriftstellerkarriere Übersetzerin einiger britischer Autoren und das merkt man ihr stilistisch auch an. Geradlinig, flott lesbar und mit einer kräftigen Portion Witz erzählt sie von einigen Tagen in der schottischen Provinz. Übrigens ein Schauplatz, den sie aus eigener Anschauung kennt.
  Der Vergleich mit „Fawlty Towers“ mit John Cleese, der in der Werbung auftaucht, trifft allerdings nicht zu. Da ist die Situationskomik in „Der Pfau“ dann doch deutlich weniger aberwitzig. Diese Schuhe sind auch sonst vielleicht dann doch etwas zu groß.
  Bogdan erzählt eigentlich gar nicht so außergewöhnliche Ereignisse auf sehr unterhaltsame Weise. Kurzweilige, sehr gut gemachte Unterhaltung mit Esprit aber keine tiefgründige, mit aberwitzigen Satzkonstruktionen glänzende Literatur. Bei wem von der Verlagswerbung Erwartungen in diese Richtung geweckt wurden, liegt ziemlich sicher falsch mit „Der Pfau“.

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