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Tom Holland
Die Botschaft des Vampirs
(Deliver us from Evil, 1997)

Econ
1998
Übersetzt von Wolfdietrich Müller
578 Seiten
DM 19,90 öS 145,-


Von Alfred Ohswald am 11.10.2000

  Roberts Vater, Hauptmann Foxe versucht einige Morde aufzuklären, bei denen es seltsame Begleitumstände gibt. Die Opfer stark verstümmelt wurden an uralten Kultstätten aufgefunden. Sein Verdacht fällt auf einen geheimnisvollen Mann, der neu in der Gegend aufgetaucht ist. Doch dieser Mann ist sehr reich und bringt die Dorfbewohner mit großzügigen Geldgeschenken auf seine Seite. Schließlich eskaliert die Situation und Robert muss Mitansehen, wie seine Mutter und der Dorfpfarrer auf Befehl des Fremden auf einem Scheiterhaufen verbrannt werden. Er wird zu der Kultstätte Stonehenge gebracht, wo er seinen ebenfalls toten Vater zu sehen bekommt. Der Fremde führt dort eine Beschwörung durch und hat Erfolg, doch das beschworene Wesen wendet sich gegen ihn und tötet ihn. Danach vergeht es sich an Robert, doch es tötet ihn nicht.
  Mehr tot als lebendig wird Robert bald darauf von einem reisenden Paar in einer Kutsche gefunden und nach London mitgenommen. Die Beiden sind Vampire und nehmen sich seiner an. Nach einer Flucht, bei der er einen bemerkenswerten, gelehrten Mann kennen lernt, landet er wieder bei ihnen und lernt die vornehmen Kreise Londons kennen. Er legt einen alten Namen ab und nennt sich ab jetzt Lovelace.
  Aber er wird unablässig von Rachegedanken geplagt und stößt bei Nachforschungen über das unheimliche Wesen, das in Stonehenge beschworen wurde, auf wenig ermutigendes Wissen. Scheinbar ist es unvorstellbar mächtig, und selbst die ältesten Vampire sind nicht in der Lage, sich mit ihm zu messen. Obwohl es ein nach Macht hungernder weiblicher Vampir versucht, und es fast mit seiner Existent bezahlt. Ein weiser Rabbi in Prag mit einem seltsamen Buch, das niemand zu Lesen in der Lage ist, soll das nötige Wissen haben. Doch er ist schon lange tot, und so macht sich Robert auf die Jagd nach dem Buch.
 
  Hollands dritter Vampirroman spielt im 17. Jahrhundert. Obwohl wieder eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Horror, reicht er wie der zweite Teil, nicht ganz an seinen Erstling "Der Vampir" heran. Stilistisch sind nur die Kapitelüberschriften an die beschriebene Zeit angepasst, was die Lesbarkeit für den heutigen Leser sicher deutlich vereinfacht. Wieder tauchen sowohl einige Charaktere aus den beiden Vorgängern auf, als auch einige der bekannten Persönlichkeiten aus dieser Zeit. Da der Hauptteil in England spielt, sind es in erster Linie Engländer wie z.B. Milton (Autor von Lost Paradies) aber auch der Prager Rabbi Löw (Schöpfer des Golem) spielt eine wichtige Rolle. Die Bücher Hollands sind jeweils in sich abgeschlossen und müssen nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

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