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Markus Müller / bnOlivier Kaeppelin (Hg.)
Der Löwe Nubiens
Die Expedition: Bd. 1

Panini
2015
56 Seiten
ISBN-13: 978-3957984562
€ 13,99


Von Alemanno Partenopeo am 09.01.2016

  „Jeder Mann sucht nach etwas… und dafür ist er bereit, Leben und Ehre aufs Spiel zu setzen“, heißt es in einem Dialog zwischen Tiberius und Marcus Livius und genau solche Männer sucht letzterer für seine Expedition nach Äthiopien, ins Herz des Kontinents, ins Herz der Finsternis. Durch ein geheimnisvolles Begräbnisboot mit einem mit Schmuck und Edelsteinen geschmückten Toten wird der römische Legionär auf eine neue unentdeckte Kultur jenseits Nubiens (Ägyptens) aufmerksam und will sich nun auf die Reise nach der Herkunft des Bootes machen. Auf dem Weg dorthin müssen sich seine Männer zuerst vor allem in Gladiatorenkämpfen messen, vorerst nur mit Holzschwertern, womit sie in den Augen Marcus Livius` die erste Bedingung für die Teilnahme an der „Expedition“ schon erfüllt haben: sie haben ihre Ehre damit verloren.
  Die Expedition muss allerdings geheim bleiben, denn sollten sie tatsächlich ein afrikanisches Eldorado entdecken, wollen sie die Beute mit niemandem teilen. Die sehr düsteren Zeichnungen folgen einer unvorhersehbaren Dramaturgie, denn alsbald überrascht die Legionäre ein Sandsturm und sie verlieren nicht nur einige ihrer besten Männer, sondern auch ihre Kamele, die sie für die lange Reise eigentlich dringend benötigt hätten. Natürlich macht sich deswegen bald Defätismus breit, aber Marcus Livius versteht es, seine Männer zu motivieren, denn alle erinnern sich an den Kampf in der Arena: wer versucht zu gehen, wird umgebracht, um das Geheimnis zu hüten. Bald überwinden die römischen Soldaten aber ihre Skrupel und so bewegen sie sich bald auch wieder in grüneren, freundlicheren Gefilden. Die Hoffnung auf ein gutes Ende des Abenteuers wächst mit den Wäldern, die sie durchschreiten. Als ein schwarzer Panther ihren Weg kreuzt, deuten sie dies zwar vorerst als schlechtes Omen, doch der Giftpfeil, der ihn niederstreckte, kommt aus dem Blasrohr eines Eingeborenen, der dieselben Tätowierungen trägt, wie jener Tote im Begräbnisboot.
  Eine spannende Geschichte mit düsterem Pinselstrich, die Lust auf mehr macht. Sowohl die Atmosphäre als auch die Charaktere sind sehr gelungen und das Sujet „römische Soldaten und Afrika“ ist sehr vielversprechend. Tatsächlich gehörte ja auch dieser Bereich der Welt einst zum Römischen Imperium.

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