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Donna Leon
Endlich mein
Commissario Brunettis vierundzwanzigster Fall
(Falling in Love)

Diogenes
2015
Übersetzt von Werner Schmitz
306 Seiten
ISBN-13: 978-3257069433
€ 24,-


Von Andreas Rüdig am 12.12.2015

  Die Opernsängerin Flavia Petrelli ist endlich wieder zurück in Venedig. Im venezianischen Opernhaus La Fenice tritt die viel umjubelte Sopranistin in der Titelrolle von Tosca auf. Doch der Erfolg hat auch eine Schattenseite: Sie wird von einem verrückten Fan verfolgt.
  
  Zurück zu den Anfängen - so könnte das Motto des Buches lauten. Die Oper kennen wir Krimifans aus dem allerersten Krimi der Leon; Flavia hatte ihre literarische Premiere im fünften Band. Bei der Operndiva hat sich ein Wandel vollzogen: Sie ist nicht mehr lesbisch, sondern stattdessen ein ganz normaler heterosexueller Mensch.
  
  Auch stilistisch kehr die Leon zu ihren Wurzeln zurück. Bis auf die Figur des Freddy tauchen hier nur Figuren auf, die wir schon aus anderen Romanen kennen. Als Leser taucht man hier also in eine vertraute Welt ein.
  Insbesondere das dramatische Ende ist atmosphärisch sehr dicht. Die Dramatik baut sich ganz allmählich auf und kommt am Ende deutlich auf den Punkt.
   Das Thema Stalking wird sicherlich ansprechend und glaubwürdig beschrieben. Ein paar leicht Schwächen kommen aber hinzu. Die Person der Stalkerin bleibt im Grunde genommen doch ein wenig blaß - was sich schon allein daran ablesen läßt, daß sie einfach nur "die Frau" genannt wird. Was hat konkret die bedrängende Nachstellerei ausgelöst? Wieso kommt es gerade in Venedig zum Höhepunkt? Wie sind die Attentate, die in dem Buch geschehen, abgelaufen? Der Leser möchte in dieser Hinsicht seine Neugierde befriedigt bekommen. Und wird schon ein wenig enttäuscht.
  Aber egal, wie dem auch sein: Ein Fazit ist schnell gezogen! Dies ist durchaus lesenswerte Literatur.

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