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Dennis O`Neil / Dick Giordano / Klaus Janson
Gordon aus Gotham
Batman

Panini
2015
100 Seiten
ISBN-13: 978-3957984814
12,99


Von Alemanno Partenopeo am 21.11.2015

  „Ihr tragt alberne Klamotten und lange Haare. Ihr nennt ehrliche Cops Bullen und belächelt alles Anständige…Familie, Glaube, Vaterland. Und was habt ihr zu bieten? Miese Musik, Drogen und ein Talent dafür, faul rumzusitzen“, platzt Jim Gordon der Kragen, als er noch ein einfacher Straßencop war und seine Kollege einen Hippie verprügelte, den Gordon aber dann doch rettet. Auch einem aufrechten Polizisten wie Jim Gordon kann einmal der Kragen platzen, vor allem wenn die Verbrechenskämpfer so unter Druck stehen, da es noch keinen Batman gibt, weit und breit. Jim Gordon, der immer für seine Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit in einem korrupten Polizeiapparat bekannt war, gerät in diesem Comic ins Visier von Untersuchungen, weil er einen seiner korrupten Kollegen bei der Aufsichtsbehörde anzeigt, aber eigentlich tat er es auch nur, weil er zuhause Stress mit seiner Frau hatte. Einfühlsamkeit wird in diesem Comic und dieser Serie über Gotham City Cops bevor es Batman gab ganz groß geschrieben. In einem seiner unzähligen Dachgespräche mit Batman erzählt Jim Gordon aus seinem Leben und wie alles begann, denn dass er überhaupt Commissioner wurde, grenzt an ein Wunder.
  „In der Schule hat er bestimmt nach dem Unterricht die Tafel geputzt“, sagen seine Kollegen über ihn und bald wollen sie ihm auch einen Überfall anhängen. Gegen Gordon wird Anklage erhoben und er sah bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, oder wie er es selbst ausdrückt: „Doch damals war ich jung, unerfahren. Ich sah die Puzzleteile nicht. Ich war wie ein Stier, dem man ein rotes Tuch hinhält. Davidson war das rote Tuch.“ Aber die eigentliche Gefahr geht niemals ausschließlich vom Offensichtlichen aus, das muss auch Gordon in seiner Zeit bei der Streife in Chicago bald erfahren. Ein geheimnisvoller Helfer boxt ihn zwar alsbald aus allem raus, aber Gordon kann diesen für seine Vergehen nicht stellen, noch dazu wo er am meisten von dessen Taten profitiert. Ist also selbst Gordon korrupt, zumindest einmal in seinem Leben gewesen?
  Die Geschichte wird umso interessanter, als sie auch den Knick in die Erzählzeit schafft. Die Figuren aus der Vergangenheit in Chicago tauchen nämlich auch in Gotham City wieder auf, nur dieses Mal sind sie selbst dem Commissioner eine Nummer zu groß. Gut, dass ihm kein Geringerer als Batman bei seinen Dachmonologen zugehört hat. Vielleicht kann Batman ihm helfen, den Makel auf seiner weißen Weste doch noch auszubügeln? „Batman.Gordon aus Gotham“ weiß die Antwort. Authentisch, realistisch, nachfühlbar.

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