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Nick Abadzis / Elena Casagrande / Arianna Florean
Herrschaft des Schreckens
Doctor Who - Der zehnte Doctor: Bd. 1

Panini
2015
128 Seiten
ISBN-13: 978-3957982872
€ 16,99


Von Alemanno Partenopeo am 21.11.2015

  Dieser Doctor ist schon neunhundert Jahre alt und er kommt sogar zur Visite. Doctor Who kann den Körper wechseln und mit Hilfe der TARDIS durch die Jahrhunderte reisen, Raum und Zeit spielen für ihn keine Rolle. Aber ganz anders als bei anderen Science Fiction Helden ist sein Raumschiff, die TARDIS, eine blaue Notruftelefonzelle, ganz so wie man sie aus Großbritannien kennt, nur eben nicht rot, sondern blau. Innen ist seine TARDIS mit wunderbaren Kronleuchtern ausgestattet und sehr geräumig und auch sehr gemütlich. Der „Timelord vom Planten Gallifrey“ – wie er auch genannt wird – lädt ab und zu auch Menschen ein, eine Reise durch Universen und Galaxien zu machen, also wenn Sie das nächste Mal eine blaue Telefonzelle sehen…steigen Sie ein!
  Allein aufgrund der wenigen oben angeführten Informationen lässt sich schon der Einfluss eines gewissen Douglas Adams erkennen, der mit seiner „Per Anhalter durch die Galaxis“-Trilogie einen Jahrhunderterfolg landete. Der dritte Teil von „Hitchhiker’s Guide, Life, The Universe and Everything“ (so der Originaltitel) war ursprünglich sogar als Doctor Who Geschichte geplant. Aber es machte dann doch Slartibartfast mit seinem Raumschiff Bistromath das Rennen. In der kongenialen Comicumsetzung, die nun auch auf Deutsch bei Panini Comics erschienen ist dringen böse Energien durch die Schleuderkraft von einem Dutzend Waschmaschinen auf der Erde ein, um den Planeten mitsamt seinen Bewohnern kurzerhand zu verschlingen.
  Die Psychosphäre des Planten Erde, die von einem schwachen telepathischen Feld umgeben ist, hat dadurch Risse bekommen und Doctor Who kommt nun, um diese zu flicken. Die Zerebravoren – so heißen die insektenartigen Unwesen – ernähren sich vor allem von der Angst der Menschen und wachsen je nach Angstzustand. Im Gegensatz zu ihnen gibt es aber auch die Pranavoren, die positive Kraftfelder verstärken können. Waschmaschinen als Raumzeitgeräte, die der lokalen Psychosphäre angepasst werden und die kinetische Energie von Waschmaschinentrommeln inklusive eines Bremshydrokissens – auf so eine Idee muss man erst mal kommen!
  Doctor Who, der sich schon mal ab und zu einen Jetlag von den stetigen Dimensionensprägen holt, brilliert in dieser ersten Episode als charmanter, uneingebildeter Held, der nicht nur auf seine menschliche und natürlich gutaussehende Begleiterin Gabriella mächtig Eindruck macht. Als die Monster aber ausgerechnet am Abend von Halloween drohen die Macht zu übernehmen, ist sogar Doctor Who über die unerwartete Schützehilfe dankbar, denn die Monster lassen sich nicht mehr von normalen verkleideten Menschen unterscheiden. Ein bisschen Mariachi Musik kann als positiver Energieverstärker so manches Wunder vollbringen. Und Gabriella bekommt am Ende einen Gratis-Trip mit der TARDIS. Neidisch? Die nächsten Abenteuer von Doctor Who sind schon in der Druckerpresse und kommen noch vor Weihnachten!

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