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Josef Taucher / Eva Persky (Hrsg.)
Wiener Wunderwelten
Reiseführer zu wunderbaren Orten Wiens

Falter
2015
100 Seiten
ISBN-13: 978-3854395652
€ 12,90


Von Alemanno Partenopeo am 07.11.2015

  Ökologische und soziale Qualitäten sind die Kriterien, die in vorliegendem Reiseführer an das Wort „wunderbar“ gelegt werden, eine hohe Messlatte also für eine Stadt, die schon dreimal in Serie zur lebenswertesten Stadt der Welt/Europas von einer internationalem Forschungsinstitut gewählt wurde? Mitnichten.
  Die Stadt Wien bietet wie kaum eine andere Metropole dieser Größenordnung eine Vielzahl an Erholungsmöglichkeiten und –gebieten innerhalb der Stadtgrenzen. Der Wienerwald etwa grenzt im Nordwesten an die Stadt, die Donau im Osten, aber auch der Nationalpark Donau-Auen ist in der Reichweite eines Tagesausflugs. Parks und stillgelegte Friedhöfe, die Hauptbücherei am Gürtel als gedankliches Fluchtrefugium, die Urania am Donaukanal, Musik- und Kinofeste, der Prater, Wanderwege durch die Stadtwildnis und vieles mehr hat die einstige Kaiser- und Residenzstadt zu bieten, zumal sie heute wieder einem Erdteil inmitten liegt und nicht mehr vom Eisernen Vorhang bedroht und an die Peripherie Europas gedrängt wird.
  Aber nicht nur der Wiener Norden ist grün, denn Wien verfügt seit neuestem auch über eine neue „Westeinfahrt“. Der sog. „Wienflussweg“ führt eine Fahrradstrecke entlang des Wienflusses von Hütteldorf bis Hietzing (Schloss Schönbrunn) und lässt somit auch hier Natur erlebbar machen. In Rekawinkel, der Quelle der „Wien“ ist noch von der „Dürren Wien“ die Rede, ab Pressbaum heißt das Rinnsal, nachdem die Reichs- und Residenzstadt einst benannt wurde, dann „Wien“ und bleibt die Wien bis sie bei der Urania in den Donaukanal fließt. Ab dem Naschmarkt ist sie allerdings überdacht und somit ein unterirdischer Fluss mit dem die Wiener Stadtverwaltung noch viel vor hat. Wer eine ähnlich Tour mit dem Rad entlang eines Flusses unternehmen will, kann dies übrigens auch entlang der Liesing ab U6 Alterlaa „von Kalksburg nach Schwechat“ machen: 90 Minuten dauert der Trip der auf seiner Strecke Industrie- und Gewerbebauten, Heurige und Spielplätze zu bieten hat.
  Weitere Beschreibungen und Fotos des Praters, Museumsquartiers und der Alten Donau so wie vielen anderen grünen und nachhaltigen Vergnügungsmöglichkeiten in Wien werden von den Herausgebern und zwei weiteren Autoren zu diesem Wien-Überblick beigesteuert, der die Stadt von seiner „wunder“schönen Seite zeigt.

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