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James Carlos Blake
Pistolero

Liebeskind
2015
Übersetzt von Peter Torberg
432 Seiten
ISBN-13: 978-3954380510
€ 22,-


Von Alfred Ohswald am 04.11.2015

  In „Pistolero“ wird die Lebensgeschichte des Revolverhelden John Wesley Hardin erzählt.
  Schon mit 15 erschoss er seinen ersten Menschen, einen Schwarzen. Körperlich stark und als guter, schneller Schütze geriet er als Jugendlicher in Texas in der Zeit nach dem Bürgerkrieg schnell in Konflikt mit den Besatzungstruppen und den Gesetzeshütern. Auf seinen Kopf wurden bald 1000 Dollar und später noch deutlich mehr ausgesetzt. Wie viele andere Revolverhelden zog er Schwierigkeiten geradezu magisch an. Im Laufe seiner turbulenten Jahre zwischen 15 und 25 begegnete er unter anderem Bill Longley und Wild Bill Hickok. Mit 25 wanderte er dann ins Gefängnis, wo er Jura und Theologie studierte. Nach 17 Jahren wurde er entlassen und begann eine Karriere als Anwalt. Ein gutes Jahr später erschoss ihn ein gewisser John Selman in einem Saloon von hinten.
 
  Die Lebensgeschichte wird in jedem Kapitel von einer anderen Person erzählt, die Hardin in dieser Zeit begegnet ist. So handelt sich das Buch fort, wird aber deswegen keineswegs im Lesefluss gestört. Der Western ist ein richtiger „Page-Turner“. Alle diese fiktiven Erzähler betrachten Hardin weitgehend wohlwollend bis bewundernd. Der Leser muss schon selbst die nötige Distanz zu den oft recht gewalttätigen Verhalten oder dem offenen Rassismus der Figuren entwickeln.
  Der letzte Erzähler ist übrigens ein Reporter namens „Samuel Peckinpah“. Wer da niccht an den Regisseur „Sam Peckinpah“ denken muss…

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