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Jenny Milewski
Skalpelltanz
(Skalpelldansen)

2015
Übersetzt von Maximilian Stadler
400 Seiten
ISBN-13: 978-3453418370
€ 12,99


Von Volker Frick am 25.10.2016

  Der Protagonist dieses Erstlings von Jenny Milewski ist Jonas Lerman, Autor mehrerer Bücher, die um die Person Carl Cederfeldt gebaut sind, einem Chirurgen, der seine fachlich erworbenen Fähigkeiten in die recht extreme Freizeitgestaltung des Serienmords einbringt.
  Das Buch von Jenny Milewski trägt den Titel Skalpelltanz, gleich dem ersten Buch ihres Protagonisten Jonas Lerman. Der Autorin gelingt es langsam eine konstante Spannung zu erzeugen, in der die Realität fraglich wird, da Jonas Lerman die Kontrolle über sein Leben zu verlieren scheint. Er hat keine Schreibblockade, nein, aber jene Bilder, die ihn zum Schreiben brachten, tauchen nicht mehr auf. Stattdessen Stimmen in seinem Kopf. Eine Psychose? Nein, auch keine Schizophrenie. Beides schliesst Stefan Forslund (macht in Coaching) aus, der im weiteren Verlauf dieses Thrillers Lerman hilfreich unterstützt (mit Atemtechniken und Visualisierungen).
  Auch darob gelingen Jonas Lerman wieder ein paar Seiten, gewohnt brutal-sadistisch, um hernach zu realisieren: es hat sich tatsächlich so zugetragen. Ein schwarze Hummer, das Fahrzeug Carl Cederfeldts, fährt durch die Straßen. Ein durchgeknallter Fan, der die Fiktion in die Realität hebt, ein Trittbrettfahrer? Oder multiple Persönlichkeit, schwer traumatisiert? Denn Jonas Lerman gerät mehrfach in Situationen … aber das haben Sie mich doch gestern schon gefragt. Nein. Und dann sieht er sich in einem Café. Doppelgänger?
  Es klärt sich alles. Zum Schlechten. Ein Thriller, dessen latente Spannung an Sara Gran 'Komm näher', mehr noch an Jason Starr 'Hard Feelings' erinnert, und Stephen King ist auch nicht fern. Ein Thriller mit ein bisschen Horror, ein bisschen Splatter. Starke Nerven oder einen starken Magen braucht er nicht.
  Ein beachtenswertes Romandebüt. Soweit wie Franziska Kommert aus der Buchhandlung Decius in Göttingen mag man nicht gehen. Sie schrieb bereits am 20.02.2015 als Buchhändlerstimme auf den Seiten des Heyne-Verlags zu diesem Roman (und es ist dort noch immer zu lesen): „Frau Milewski hat hier ein Meisterwerk hingelegt. Clever aufgebaut und mit einer Endlösung zum niederknien.“

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