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Andreas Gruber
Racheherbst

Goldmann
2015
512 Seiten
ISBN-13: 978-3442482412
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 14.10.2015

  „Racheherbst“ ist, wie der Titel schon vermuten lässt, ein Nachfolger des Thrillers „Rachesommer“. Wer Andreas Gruber kennt und liebt, wird erfreut sein. Hier bekommt er erneut einen seiner gekonnten Thriller.
  Gruber beherrscht das Genre und bleibt ihm deshalb von Aufbau und der Struktur treu. Ein dramatischer Mord am Anfang sorgt für den actionreichen Einstieg, um dass mit der über Deutschland und Österreich verteilten Handlung fortzusetzen, die dann gegen Ende zusammenlaufen. Dieses Schema gilt übrigens nicht nur für die Thriller mit dem deutscher Kriminalbeamten Walter Pulaski und der Wiener Anwältin Evelyn Meyers. Allerdings ahnt man dieses Mal relativ bald, wer der/die Täter ist/sind, sieht man von den üblichen Verwirrspielen ab. Aber auch das „wie“ beim Ermitteln ihrer Identität bietet reichlich Spannung.
  Wer Innovationen erwartet, liegt hier allerdings eher falsch. Gruber schreibt in seinem angloamerikanischen Stil, den er ausgezeichnet beherrscht und meidet jederlei Experimente. Seine Mörder sind Serienmörder, die ihre Morde auf sehr ungewöhnliche Weise begehen. In „Racheherbst“ wird versucht aus der Toten einen Skorpion zu formen.
  Ein kleiner Fehler ist Gruber beim Recherchieren unterlaufen. Seinen Mordopfern wird der dritte Halswirbel gebrochen, um sie dem Täter hilflos auszuliefern. Mit einem auf Höhe des dritten Halswirbel geschädigten Rückenmark sind die Opfer allerdings weder zum Reden und erst recht nicht zu Schreien in der Lage, wie es beschrieben wird. Da macht die Lunge nicht mehr mit.
  Aber dieses Detail ist eigentlich nur für besserwisserische Rezensenten relevant und schadet in keiner Weise dem Unterhaltungswert des Buches.

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