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Egyd Gstättner
Das Freudenhaus
Roman über das absurde Theater

Picus
2015
240 Seiten
ISBN-13: 978-3711720269
€ 21,90


Von Alfred Ohswald am 21.09.2015

  Egyd Gstättner läßt hiersein Alter-Ego Egyd Fraundorfer  verschiedene Stationen durchleben. Von Rückblenden zur schicksalshaften schlechten Betragensnote wegen mehrfach vergessener 30 Schilling für die Schule. Dadurch entstand wiederum ein schicksalshaftes Interesse für den rumänisch-französischen Dichter Eugène Ionesco von „Die Stühle“. Später spielt das für die lokalen Verhältnisse hoffnungslos überdimensionierte Fußballstadion eine zentrale Rolle für den Protagonisten als eine Art weiträumiger Meditationsraum.
 
  Titel und Beschreibung lassen möglicherweise bei manchen Leser eine Satire über Kärntner Verhältnisse und das Erbe Haiders erwarten. Es ist aber in erster Linie ein sehr persönlicher Roman mit häufigen Selbstreflektionen. Oft kommt es etwa zu längeren Dialogen der Hauptfigur und des von ihm imaginierten Dichters Ionesco, der in der Realität längst verstorben und in Paris begraben ist. Auch sonst spielen innere Dialoge eine deutlich größere Rolle, als etwa Handlung. Auch Zeitebene und Handlungsort springen gerne häufig wild herum. Beim Untertitel „Roman über das absurde Theater“ könnte man nach dem „Roman“ also mit gewisser Berechtigung durchaus auch ein „... als und ...“ einfügen. Eher kein Roman für das breite Publikum, wie einige frühere Bücher Gstättners.

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