Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Georges Simenon
Sonntag

Diogenes
2001
175 Seiten
ISBN-13: 978-3257203752


Von Andreas Rüdig am 29.08.2015

  Berthe ist die Erbin einer Pension in der Nähe von Cannes. Mit Emile heiratet sie einen lebensfrohen, tüchtigen, dafür aber bald aufsässigen Koch. Die Pension wächst und gedeiht in der Folgezeit. Und dann wird Ada als Hausmädchen eingestellt.
  
  Simenon hat nicht nur Kommissar-Maigret-Romane geschrieben. Hier erzählt der belgische Kriminalschriftsteller die Geschichte eines geplanten und fast perfekten Mordes.
  
  Wie soll man einen solchen Roman beurteilen, könnte der Buchbesprecher nun rhetorisch fragen. Die Antwort würde ihm dabei sehr einfach fallen. Die Charaktere und ihr Umfeld werden sehr genau und einfühlsam gezeichnet. Die Handlung schreitet unaufgeregt und fast schon unspektakulär voran. Sie zieht den Leser aber trotzdem in ihren Bann. Schnell ist klar, daß eine eher rationale Liebesgeschichte in ihr Gegenteil umschlägt und zu einer Geschichte der Abneigung und des Hasses  wird.
  
  Ein Mordplan reift heran. Wer wird das Opfer sein? Wird der hinterhältige Plan gelingen? Man mag das Ende überraschend oder enttäuschend nennen - irgendwie ist es trotzdem der logische Abschluß der vorherigen Handlung, wenn auch nicht ganz im Sinne des Mörders.
  
  Simenon ist für seine Maigret-Romane bekannt worden. Daß auch seine übrigen Romane lesenswert sind, zeigt dieses Exemplar: Simenon tobt hier sein Können und Talent aus. Dieser Roman ist es durchaus wert, gelesen zu werden.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.