Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Ann Leckie
Maschinen
(Ancillary Justice)

Heyne
2015
Übersetzt von Bernhard Kempen
544 Seiten
ISBN-13: 978-3453316362
€ 14,99


Von Alfred Ohswald am 08.04.2015

  Ann Leckies erster Teil einer geplanten Science-Fiction-Trilogie ist nicht einfach zu beschreiben. Es ist eine Space-Opera mit einem interstellaren menschlichen Imperium, in vielen Teilen nicht unähnlich dem römischen Imperium. Es gibt auch außerirdische Zivilisationen die aber zumindest hier noch eine untergeordnete Rolle spielen und für Menschen auch kaum verständlich agieren. Neben den Menschen gibt es auch noch uralte Raumschiffe mit künstlichen Intelligenzen und teilweise tausenden auf toten Menschen basierenden Androiden als Teileinheiten ihrer selbst. Das Kommando führen aber Menschen. Regiert wird das ganze von einer Herrscherin, von der zahllose Versionen ihrer Person existieren und diese eigentlich gleichen Personen begannen irgendwann sich selbst zu bekämpfen.
  Hauptperson und Erzählerin ist die KI eines Schiffs und in einem zweiten, späteren Handlungsstrang, eine einzelne Untereinheit dieses Schiffs.
 
  Wie dieser etwas verworrene Versuch, die Handlung anzudeuten schon erahnen lässt, ist es ein besonders für eine Space-Opera ausgesprochen komplexes Buch. Um die Sache noch verwirrender zu machen, spielt der Roman großteils in einer Zivilisation, in der nicht zwischen den Geschlechtern unterschieden wird und konsequent das weibliche Geschlecht benutzt wird. Der Übersetzer Bernhard Kempen setzt dieses Konzept in der Übersetzung noch eindeutiger durch, was beim Lesen dazu führen kann, dass man das Geschlecht der Handelnden oft völlig vergisst.
  Das Buch ist also nicht gerade leichte kost und wer in erster Linie gut unterhalten werden will, sich sonst aber nicht besonders konzentrieren will, sollte möglicherweise die Finger von diesem Buch lassen. Wer sich aber schon Mal gerne auf Experimente einlässt, soll unbedingt zugreifen.
  Im übrigen gibt es von der Autorin noch die Gratis-Kurzgeschichte „Das Gift der Nacht“, allerdings nur als E-Book. Neugierige sollten allerdings nicht zuerst diese Erzählung lesen, um die Autorin kennen zu lernen. Ohne das Hintergrundwissen aus dem Roman ist das nich empfehlenswert.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.