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Andreas Gruber
Todesurteil

Goldmann
2015
575 Seiten
ISBN-13: 978-3442480258
€ 9,99 [D] 10,30 [A]


Von Alfred Ohswald am 22.02.2015

  Sabine Nemez vom Münchner Kriminaldauerdienst schafft die Aufnahme in die Akademie des BKA in Wiesbaden. Dort ist ihr wichtigster Lehrer probt ihr guter Bekannter und bekennender Misanthrop Maarten S. Sneijder. Zu Lernzwecken beschäftigen sie sich mit unaufgeklärten, sehr brutalen Morden und Sabine glaubt, einen Zusammenhang zwischen ihnen zu erkennen. Damit sollten sie und Sneijder in ein wahres Wespennest stechen.
  Währenddessen versucht Staatsanwältin Melanie Dietz den Täter einer Reihe von makaberen Mädchenmorden zu finden. Die Chancen stehen besser, seit ein kleines Mädchen nach einem Jahr Gefangenschaft entkommen konnte.
 
  Auch der zweite Roman um Sabine Nemetz und Maarten S. Sneijder ist äußerst sorgfältig und ausgefeilt konstruiert und erinnert ebenso wie der Vorgänger „Todesfrist“ stark an amerikanische Triller. Jede Menge sehr exotischer und grausamer Mordfälle und nicht wenige exzentrische Charaktere. Wobei die Zeichnung der Figuren keinen übertrieben großen Raum einnimmt, den beansprucht schon die abwechslungsreiche, recht turbulente aber trotzdem übersichtliche Handlung.
  Wenn man unbedingt eine Schwäche entdecken will, sind es deshalb die nicht überall überzeugenden Figuren. So kommt etwa der so betont unsoziale Sneijder am Ende doch ausgesprochen liebenswürdig daher.
  Am Ende vereint Gruber aber weitgehend einen hochspannenden Thriller nach amerikanischen Muster mit einigen positiven europäischen Eigenschaften. Nur eines ist „Todesurteil“ absolut nicht: Ein typisch österreichischer Krimi.

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