Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Heiger Ostertag
Operation Sarajevo

Gmeiner Verlag
2014
314 Seiten
ISBN-13: 978-3839216248
€ 11,99


Von Alfred Ohswald am 25.01.2015

  Ein unbewaffnetes Flugzeug 1914 wird über einem Berliner Flughafen abgeschossen. Das Flugzeug des Täters wird später entdeckt. Es wurde zum Absturz gebracht und sei Pilot tot aufgefunden.
  Hauptmann Wendigo ist immer wieder zeitweise für den militärischen Geheimdienst tätig und arbeitet auch an diesem vermutlichen Sabotage- und Spionagefall mit. Erst wird er nach Baden-Baden geschickt, wobei er mit einer schönen, mondänen aber auch als gefährlich geltenden Gräfin in Kontakt kommt. Im Zug werden beide überfallen, bleiben jedoch unverletzt. Zurück von der Reise präsentiert Wendigo eine ganze Liste von Verdächtigen. Ein Attentat auf einen Mitarbeiter lässt den Fall aber teilweise in einem neuen Licht erscheinen. Und bei einer Jagd gibt es später den ersten Toten.
 
  Obwohl ein typischer historischer Spionagethriller, was die Handlung betrifft, erinnert der Erzählstil mehr an einen konventionellen Krimi. Der „Pageturner“-Effekt, der bei guten Thrillern mehr oder weniger stark auftritt, ist hier kaum bemerkbar. Das Buch ist deswegen nicht gleich schlecht aber zum Bestseller reichts wohl eher nicht. So ist etwas das gerne verwendete Auftreten bekannter Personen auch hier anzutreffen aber angenehm zurückhaltend eingesetzt. Der Titel verrät vielleicht zu schnell schon etwas zu viel und die angedeutete Verschwörung ist wahrlich etwas weit hergeholt. Auffällig ist auch, dass keinerlei kritische Distanz zu den Umständen, wie den Militarismus des Deutschen Reichs zu bemerken ist.
  Ein paar wenige, eher unwichtige Fehler haben sich auch eingeschlichen. So fällt dem Helden das Verschwinden eines Hauptverdächtigen erst zwei Stunden nach der Tat, einem Mord während einer Jagd auf. Und Kaiser Wilhelm II. War keineswegs der Onkel des österreichischen Kronprinz Ferdinand.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.