Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Abraham Merritt
Insel der Zauberer
(The Ship of Ishtar)

Blitz-Verlag
1999
Übersetzt von Lore Strassl
224 Seiten


Von Alfred Ohswald am 16.08.2000

  Der Archäologe John Kenton bekommt von einem Kollegen einen in Babylon ausgegrabenen Stein um die Inschrift zu übersetzen. Bei einer genaueren Untersuchung entdeckt Kenton, dass der Stein innen hohl ist. Er enthält ein wunderschön gearbeitetes Schiff. Als er es in Gedanken versunken betrachtet, wird er unverhofft in eine fremde Welt gerissen, in der das Schiff real ist. Dort befinden sich ein Priester des dunklen Totengottes Nergal und eine Priesterin der Göttin Ishtar, beide mit einigen Gefolgsleuten. Sie sind durch eine unüberwindliche, unsichtbare Barriere getrennt. Bei den immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen den Beiden fährt ihr jeweiliger Gott in ihre Körper. Das Schiff irrt durch einen Fluch der Götter seit unendlich langer Zeit über das Meer und kann nur für kurze Zeit an einem Hafen anlegen um Proviant und Rudersklaven aufzufüllen.
  Kenton gerät schnell in den Konflikt und kann als Einziger die Barriere überwinden. Er verliebt sich schnell in die Priesterin, deren Name Sharane ist, wird von ihr jedoch der Lüge bezichtigt und muss vor ihren Soldatinnen aus die andere Seite fliehen. Dort gerät er in die Gefangenschaft von des schwarzen Priesters Klaneth und landet als Rudersklave unter Deck. Schnell freundet er sich mit seinem Nachbarn, einem großen Wikinger an und sie planen ihre Befreiung. Und sie sollten noch unerwartete Unterstützung erhalten.
 
  Ein bestenfalls durchschnittlicher Fantasy-Roman. Ist die Geschichte noch halbwegs unterhaltsam, wenn auch wenig abwechslungsreich, so sind die Figuren ziemlich langweilige Helden voller Klischees. Der Archäologe entwickelt sich im Handumdrehen in einen gutaussehende, muskulösen Mann der jeden Kampf heldenhaft und gekonnt bestreitet. Natürlich ist auch die Priesterin eine wunderschöne Frau und die Beiden haben sich natürlich sofort ineinander verguckt. Das Ganze ist dann noch wenig gekonnt geschrieben, wobei einem sowohl der schlechte Schreibstil als auch die dadurch nur mäßig aufkommende Spannung das Lesevergnügen schmälern. Kein Buch, das man sich unbedingt zulegen muss, obwohl es zur Not durchaus lesbar ist.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.