Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Robert Silverberg
Der neue Frühling
(Der neue Frühling, 1990)

653 Seiten


Von Alfred Ohswald am 16.08.2000

  Einst lebten auf der Welt fünf intelligente Rassen friedlich zusammen. Die echsenartigen Saphiräugigen, die Seehunde ähnelnden Seelords, die pflanzlichen Vegetablischen, die Mechanischen und die Insektenhaften Hjjk. Und dann gab es noch die geheimnisvollen Menschlichen. Doch eine kosmische Katastrophe löste eine 700.000 Jahre dauernde Eiszeit aus und vernichtete diese Zivilisation.
  In unterirdische Schutzräume gebrachte Affen entwickelten in dieser Zeit Intelligenz und dringen nach dem Ende dieser Eiszeit aus ihren Schutzräumen in die Welt vor. Dort treffen sie jedoch einen gefährlichen Rivalen, die Hjjks haben den langen Winter ebenfalls überlebt.
  Die treibende Kraft bei dem "Volk", wie sich die Nachfahren der Affen nennen, ist der junge, wissbegierige Hresh. Er bringt sie schließlich mit Hilfe alter, aus der früheren Zivilisation stammender Maschinen, so weit, dass sie eine Stadt aufbauen.
  Eines Tages taucht ein menschlicher Botschafter der Hjjks auf und überbringt eine Friedensangebot. Bald entbrennen heftige, politische Auseinandersetzungen und Intrigen um diesen Vertrag. Von fanatischen Kriegstreibern, über vorsichtige Pragmatiker und immer auf ihren Vorteil bedachten Zynikern bis zu Anhängern einer neuen Religion, bei der die Königin der Hjjks göttliche Verehrung geniest, versuchen alle ihre Interessen durchzusetzen.
  Auch, Nailli Apulianas, die Tochter von Hresh, wird immer wieder dort hineingezogen. Einst wurde sie von den Hjjks entführt und lebte einige Zeit in einem ihrer Nester. Seit dieser Zeit ist sie der Königin verfallen, doch ein dramatisches Ereignis soll bald für eine Meinungsänderung sorgen. Als alles schon zu weit gediegen scheint und die Truppen schon auf den Weg in die Schlacht sind, beschließt der alte Hresh noch einmal einzugreifen.
 
  Dieser zweite Teil der "New Springtime"-Trilogie beginnt mit dem Auftauchen des Hjjks-Gesandten. Silverbergs hat einen Roman geschrieben, der sich deutlich positiv von der durchschnittliche Fantasy abhebt. Sowohl seine Geschichte als auch seine Figuren sind origineller, als man das meist in dem Genre findet. Der Hintergrund ist zwar eher zur Science Fiction zu rechnen, aber das spielt eigentlich eine untergeordnete Rolle.
  Ein weit ausladender Spannungsbogen, der nur mit dem wenig originellen Happy-End etwas verdorben wird. Trotzdem bleibt es eine der lesenswertesten Fantasy-Bücher, und der vor allem aus der Science Fiction bekannte Name des Autors erfüllt die hohen Erwartungen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.