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Clive Barker
Galileo
(Galilee - A Romance, 1998)

Heyne
2000
Übersetzt von Waltraud Götting
911 Seiten
ISBN: 3453174259
DM 22,90 öS 167,-


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Von Alfred Ohswald am 31.07.2000

  Maddox Barbarossa bewohnt zusammen mit seinen Halbbrüdern und -schwester und seiner Stiefmutter ein altes, großes und abgelegenes Herrenhaus. Alle Mitglieder dieser Familie sind Götter und unsterblich. Maddox ist seit einem Unfall, bei dem sein Vater ums Leben kam, gelähmt und beschließt eines Tages auf Drängen einer Halbschwester, die Geschichte dieser Familie niederzuschreiben.
  Seit langer Zeit herrscht eine unerbittliche Feindschaft zwischen den Familien der Barbarossas und der reichen und mächtigen Gearys. Die Gearys sind dafür verantwortlich, daß Galileo, der älteste Sohn der Barbarossas, jahrelang der Familie fern geblieben ist. Ein geheimnisvolles Band bindet ihn an die Frauen der Gearys. Als Rachel, eine kleine Verkäuferin, eines Tages den um umschwärmten Mitchell Geary heiratet, scheint ein Jungmädchentraum für sie in Erfüllung zu gehen. Doch bald stellt sich heraus, daß das Leben als Mitglied dieser Familie und der ganze Ruhm und Reichtum nicht für ein glückliches Leben reichen. Wie alle Frauen der Gearys, lernt sie eines Tages Galileo auf einer abgelegenen Insel kennen. Ihre kurze, aber heftige Affäre sollte im Leben Beider noch eine wichtige Rolle spielen.
  Inzwischen naht der Tod des alten Geary und die Nachfolgekämpfe um die Macht in der Familie beginnen. Und schließlich wacht auch die uralte, mächtige Yaos Cesaria Barbarossa aus ihrem teilnahmlosen dahinvegetieren nach dem Tod ihres Mannes auf und nimmt die Angelegenheiten ihrer Familie zum Teil wieder in ihre Hand.
 
  In erster Linie ist das Buch eine episch angelegte Familiensaga. Barker hat auch seinen Schreibstil meist passend zu dieser Form gewählt. Die übersinnlichen Aspekte spielen zwar eine Rolle, sind aber, anders wie in anderen Romanen des Autors, nicht das Hauptthema. Der Umfang zeigt schon, daß die ganze Geschichte breit ausgelegt ist. Zahlreiche Handlungssplitter neben der Haupthandlung um das Liebespaar weben eine dichte Atmosphäre. Ein klassischer, dicker Schmöker mit allen dazugehörigen Schnörkel und interessanten Winkeln. Raum genug, um die zahlreichen Protagonisten ausführlich zu beschreiben. Barker hat ja schon öfter umfangreiche Romane geschrieben, und zeigt sich auch hier dieser Aufgabe ausgezeichnet gewachsen.

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