Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Mark Frost
Renn um dein Leben
Paladin Project 1
(The Paladin Prophecy)

Arena
2014
Übersetzt von Heinrich Kopp und Franca Fritz
576 Seiten
ISBN-13: 978-3401069258
€ 16,99


Von Alfred Ohswald am 05.04.2014

  Der junge Will West kann nirgends recht Fuß fassen, weil er sehr häufig mit seinen Eltern umziehen muss. Außerdem haben sie ihn streng nach einer ganzen Reihe von Regeln erzogen, darunter besonders eine, dass er nie auffallen soll. Und doch fällt er einer besonderen Schule eines Tages wegen eines extrem überdurchschnittlichen Testerergebnisses auf, obwohl er sich bewusst nicht besonders angestrengt hat. Gleichzeitig tauchen seltsame Fremde auf, die ihn verfolgen und irgendwie seiner Eltern habhaft werden.
  Darum nimmt er gerne das Angebot dieser Eliteschule an, sofort in ihrem Internat einzuziehen. Doch nicht nur auf dem Weg dorthin erlebt er sehr ungewöhnliche Dinge, auch dort scheint es ein Geheimnis zu geben, dass ihn bedroht.
 
  Frost misch gekonnt und virtuos alle möglichen Verschwörungstheorien von Freimauer, Schutzengel, übersinnlichen Fähigkeiten, eine Art Dämonen und einen uralten Geheimbund zu einer spannenden Geschichte zusammen. Dass sich eine Gruppe Freunde unter der Führung des Helden in einem Internat gegen die Bösewichte zusammentun, erinnert ein wenig an das Erfolgsrezept von Harry Potter. Allerdings sind die Helden hier schon im Alter der letzten Potter-Romane.
  Flotte Handlung, ein geheimnisvoller Hintergrund, gute Freundschaften, all das ist nicht untypisch für Jugendromane. Die nicht wirklich sonderlich tiefgründigen Charaktere und so manche, nicht besonders logische Handlung leider auch nicht selten. Bei so mancher Schwierigkeit, in die der Held gerät, hat er den probt die passende, übernatürliche Fähigkeit, um sie zu bewältigen. Womit es sich der Autor auch etwas zu leicht macht.
  Die Hintergrundrecherchen Frosts sind nicht immer besonders sorgfältig, wenn er etwa von Kreuzzügen ins heilige Land von Karl dem Großen oder von auf Lamas (Südamerika!) reitenden Mönchen im Himalaja (Asien!) schreibt. Gerade bei Jugendromanen sollte derartiges nicht vorkommen.
  Der Roman wird wohl sowohl sein Zielpublikum aber auch die meisten Erwachsenen absolut gut unterhalten. Da stören die paar, kleinen Kritikpunkte nicht wirklich. Das Ende lässt auch schon eine Fortsetzung erahnen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.