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Arkadi und Boris Strugatzki
Picknick am Wegesrand
(1972)

Suhrkamp
1981
Übersetzt von Aljonna Möckel
215 Seiten
DM 15,90


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Alfred Ohswald am 05.07.2000

  Nach einem kurzen Besuch Außerirdischer, bei dem kein Kontakt aufgenommen wurde, sind die Gegenden, wo sie gelandet sind voll seltsamer, meist absolut tödlicher Seltsamkeiten. Diese Stellen werden bald allgemein "Zonen" genannt und äußerst vorsichtig erforscht. Die dort unter hohen Menschenopfern geborgenen Gegenstände entziehen sich aber alle jedem Verständnis.
  Einige, "Schatzgräber" genannte Männer holen illegal Gegenstände aus der Zone um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Roderic Schuchart war einer von ihnen, arbeitet jetzt aber für das offizielle wissenschaftliche Institut. Als er eines Tages mit dem von ihm verehrten Wissenschaftler Kirill ein besonders wertvolles Artefakt raus holt, stirbt dieser bald danach. Roderic kehrt dem Institut wieder den Rücken und betätigt sich wieder als Schatzgräber.
  Eines Nachts verletzt sich ein Kollege von ihm schwer in der Zone und verspricht ihm, die Lage einer geheimnisumwitterten Kugel zu verraten, wenn er ihm aus der Zone raus schafft. Die Kugel soll jeglichen Wunsch erfüllen, und der Kollege hält sein Versprechen nicht, nachdem er in Sicherheit ist.
  Als Roderics Frau ein Kind bekommt, ist es am ganzen Körper mit einem Fell ausgestattet. Der häufige Aufenthalt in der Zone verursacht oft Mutationen bei den Kindern von Schatzgräbern. Durch Verrat wird Roderic eines Tages geschnappt und muß für längere Zeit ins Gefängnis. Bei seiner Heimkehr hat sich sein Kind auch psychisch verändert und Roderic denkt wieder an die sagenhafte Kugel.
 
  Die Science Fiction Romane der beiden russischen Brüder sind in einem nicht alltäglichen Stil geschrieben und sind vor allem wegen ihrer originellen Charaktere bemerkenswert. Die Außerirdischen sind zum Zeitpunkt des Geschehens längst weg und entziehen sich jedem Verständnis. "Picknick am Wegesrand" ist wahrscheinlich der beste Roman zum Kennenlernen der Autoren und war auch Vorlage zu dem unter Insidern berühmten russischen Film "Stalker" des Regisseurs Andrej Tarkowskis.
  Die Handlung und der Hintergrund ist eine wirkliche Abwechslung zu den gewohnten Themen im Mainstream des Genres und allein diese Originalität ist ein guter Grund zum Lesen des Buches. Das dabei eine durchaus spannende Geschichte erzählt wird, ist ein weiterer.

 

 

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