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Will Jordan
Mission Vendetta
(Redemption (Ryan Drake 1))

Blanvalet
2013
Übersetzt von Wolfgang Thon
640 Seiten
ISBN-13: 978-3442380909
€ 9,99


Von Alfred Ohswald am 05.02.2014

  Der Spezialist für besondere Aufträge der CIA Ryan Drake, soll eine Gefangene aus einem russischen Hochsicherheitsgefängnis befreien. Sie war früher Chefin einer höchst geheimen und höchst effektiven Truppe bei der CIA. Allerdings geriet sie dabei in einen gewaltsamen Konflikt mit ihrem Stellvertreter und dieser sinnt noch immer auf Rache.
 
  Man kann nicht allzu viel von der recht geschickt konstruierten Geschichte schreiben, ohne Gefahr zu laufen, eine der überraschenden Wendungen zu verraten. Der generelle Hintergrund sind die vermeintlichen Massenvernichtungswaffen, die den Krieg gegen den Irak rechtfertigen sollten. Diese Geschichte ist auch der wirklich sehr gut gelungene Teil des Romans. Dazu kann man auch noch einige Nebencharaktere zählen, die beiden Hauptfiguren und ihre Gegenspieler zeigen dagegen eine deutliche Neigung zum Klischee. Besonders die Heldin mit ihren geradezu übermenschlichen Fähigkeiten wirkt damit immer übertrieben. Natürlich ist sie auch mit blendender Schönheit und einer atemberaubenden Figur gesegnet und natürlich landen Held und Heldin spät aber anscheinend unvermeidlich gemeinsam im Bett.
  Der flotte und geradlinige Erzählstil passt ausgezeichnet und kann ebenfalls zu den positiven Aspekten des Romans gezählt werden. Längen muss man nirgends befürchten.
  In dem Genre sind ja ausufernde Beschreibungen von Waffensystemen beliebt aber dabei ist Jordan angenehm zurückhaltend. Allerdings ist es dann etwas Peinlich, wenn etwa das AK 47 als erstes Sturmgewehr bezeichnet wird. In Zeiten von Wikipedia sollten derartige Fehler nicht mehr passieren.
  Am Ende ist „Mission Vendetta“ ein recht gut gelungener, actionreichen Thriller. Nicht so dumpf patriotisch, wie der unsägliche Tom Clancy aber auch nicht an Carré oder Forsythe heranreichend.

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