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Algernon Blackwood
Besuch von Drüben
(1997)

Suhrkamp
Übersetzt von Friedrich Polakovics
245 Seiten
DM 14,80


Von Alfred Ohswald am 02.07.2000

  In diesem Buch sind 8 Erzählungen und Kurzgeschichten dieses 1869 geborenen und 1951 gestorbenen englischen Autors zu finden.
 
 Der Horcher
 The Listener
 1907
 37 Seiten
  Ein Journalist auf der Suche nach einem günstigen Zimmer stößt auf ein wirklich günstiges Angebot. Langsam machen sich unheimliche Begebenheiten immer stärker bemerkbar. Das Angebot scheint nicht grundlos so günstig gewesen zu sein.
 
 Die Spuk-Insel
 A Haunted Island
 1906
 21 Seiten
  Nach einem Urlaubsaufenthalt auf einer Insel in der Nähe Canadas beschließt ein Student noch einige Zeit allein dort zu verbringen um in Ruhe zu lernen. Der nächtliche Besuch zweier seltsamer Indianer läßt in dann aber schnell seine Meinung ändern.
 
 Besuch von Drüben
 Keeping his Promise
 1906
 18 Seiten
  Der Student Mariott bereitet sich verbissen auf eine Prüfung vor, an der er schon einige Male gescheitert ist. Eines Nachts bekommt er überraschend Besuch von einem völlig ausgehungerten Jugendfreund und stellt ihm Essen und Bett zur Verfügung. Er ahnt nicht, daß ein lange vergessenes Versprechen Anlaß für den ihm langsam unheimlich erscheinenden Besucher ist.
 
 Gestohlenes Leben
 With Intent to Steal
 1906
 28 Seiten
  Als ihn der erfahrene und durch viele Abenteuer gegangene Shorthouse bittet, mit ihm eine Nacht in einer Scheune zu verbringen und einem dortigen Spuk ein Ende zu machen, willigt unser jugendlicher Held begeistert ein. Doch in dieser Nacht soll er noch das Fürchten vor solchen Mächten kennenlernen und der tapfere Shorthouse wird ihnen erliegen und auf seine Hilfe angewiesen sein.
 
 Kein Zimmer mehr frei
 The Occupant of the Room
 1907
 11 Seiten
  Ein Engländer beschließt spontan einen Urlaub in den Alpen zu verbringen. Als er jedoch dort ankommt, findet er kein freies Zimmer mehr. Nach einigem Hin und Her wird ihm doch noch eines angeboten. Die vorherige Bewohnerin ist vor 2 Tagen spurlos in den Bergen verschwunden. Doch bald beschleicht ihm in diesem Zimmer ein ungutes Gefühl.
 
 Ein gewisser Smith
 Smith: An Episode in a Lodging House
 1906
 20 Seiten
  Ein alter Medizinprofessor erzählt ein seltsames Erlebnis aus seinen Studententagen. Er bewohnte ein kleines, billiges Zimmer mit einem überaus seltsamen Bewohner der unter ihm liegenden Räumlichkeiten. Bald wird er selbst in die unheimlichen Ereignisse rund um dessen gefährlichen, magischen Praktiken hineingezogen.
 
 Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York
 The Strange Adventures of a Private Secretary in New York
 1906
 40 Seiten
  Shorthouse ist Privatsekretär bei einem Mann mit Vergangenheit. Als dieser von einem ehemaligen Kompagnon erpreßt wird, bekommt er einen heiklen Auftrag. Er soll diesen Mann mit einigen Papieren aufsuchen, sich diese aber keineswegs entwenden lassen. Doch dieser Mann und sein Diener stellen sich als überaus seltsame und beängstigende Personen heraus.
 
 Griff nach der Seele
 A Psyhical Invasion
 1908
 64 Seiten
  Dr. Silence nimmt sich nur Fällen an, die ihn interessieren. In diesem Fall verlangt er aber kein Honorar. Als ihm das Schicksal eines jungen Schriftstellers geschildert wird, der von unsäglicher Angst geplagt wird, beschließt er zu helfen. Die junge Mann spürt seit einem Versuch mit einer Droge eine unsagbar böse, unsichtbare Persönlichkeit in seinem Haus. Dr. Silence rät ihm, das Haus zu verlassen und greift ihm dabei finanziell unter die Hände. Er selbst beschließt, eine Nacht in dem Haus zu verbringen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zur Unterstützung nimmt er einen Hund und eine Katze mit, da Tiere in übersinnlichen Dingen weit sensibler als Menschen sind. Doch er hat nicht mit einem derart mächtigen und bösen Wesen gerechnet, wie er dann gegenübertreten muß.
 
  Die Geschichten handeln, dem Titel des Buches entsprechen, fast durchwegs von Geistererscheinungen. Meist sind sie bösartiger Natur und bedrohen den Betroffenen in seinem Seelengleichgewicht. Dem oft weitschweifigen Stil merkt man die Entstehungszeit der Geschichten meist an, was bei dieser Thematik aber durchaus eine passende Atmosphäre entstehen läßt. Manche Helden sind dann doch etwas zu heldenhaft, aber in den meisten Geschichten ist die Hauptfigur eher ein ziemlich hilfloses Opfer. Wer sehr klassische Gruselgeschichten mag, wird bei Blackwood gut bedient.

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