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Stephan Dorfmeister
Transitmordroute
Der zweite Fall des Paul Karasic

Quasi Modo
2013
340 Seiten
ISBN-13: 978-3950327311
€ 22,90


Von Alfred Ohswald am 22.01.2014

  Der Wirtschaftsprüfer Paul Karasic hat gerade Beziehungsprobleme, als er den Auftrag erhält, die Finanzen eines Transportunternehmens im Salzkammergut im Auftrag ihrer Bank zu überprüfen. Dabei entdeckt er während eines Rundgangs am Firmengelände Flüchtlinge in einem dort abstellten Container und darauf einen Schlag auf den Kopf. Vorher hat er aber noch ein Ehepaar im Kofferraum seine Autos verstecken können. Damit gerät er in eine brandgefährliche Geschichte rund um Menschenhandel und Firmenbeteiligungen der russischen Mafija. Diese Geschichte sollte ihn bis nach Moskau und in akute Lebensgefahr bringen.
 
  Dorfmeister erzählt seinen Krimi, der schon mehr ein halber Polit-Thriller ist, recht geradlinig und in einfacher, glasklarer Sprache. Trotz einigermaßen komplexer Handlung, laufen die Leser nie Gefahr, den Faden zu verlieren. Der Schwerpunkt legt bei der Handlung selbst, großartiges Psychologisieren ist nicht Sache dieses Autors. Auch übertreibt er nicht den Anteil vom Privatleben des Helden, wie es gerade bei Krimis schon gerne Mal vorkommt.
  Ein wenig nervt der Hang zum Snobismus der Protagonisten, die sich bei jeder mehr oder weniger passenden Gelegenheit irgendwelche namhaften Markenweine zu Gemüte führen. Und natürlich wird auch gerne nur vom Besten gespeist.
  Der Roman hat eigentlich aber sonst so ziemlich alles, was einen guten Krimi ausmacht. Ganz zur Spitze wird es trotzdem kaum reichen, dazu ist der Held einfach zu durchschnittlich. Kottan, Brenner oder Polt zeichnen sich allesamt durch einen gewissen hang zur Kauzigkeit aus und das hat den Wirtschaftsprüfer Karasic mit der Vorliebe für gutes Essen und Weine nicht in ausreichendem Maße. Und dann fehlt dem Buch die für österreichische Krimis häufige, satirische Note.

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