Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Peter Wehle
Kommt Zeit, kommt Mord

Haymon
2014
300 Seiten
ISBN-13: 978-3852189659
€ 12,95


Von Alfred Ohswald am 13.01.2014

  Hofrat Ludwig Halb und sein Team bekommen im Bundeskriminalamt ein Video zugespielt, auf dem ein Mann auf dem Sterbebett den Mord an einer dreiköpfigen Familie gesteht. Unglücklicherweise sitzt sein Jahren ein anderer Mann für diese Tat im Gefängnis. Und Halb traut dem Geständnis des Verstorbenen auch nicht ganz über den Weg.
  Privat ereignete sich bei Halb auch etwas Ungewöhnliches. Es erbte von einem Onkel, den er kaum kannte, ein Zinnshaus in Wien. Leider hat die Sache einen Pferdefuß, das Haus steht in einer eher verrufenen Gegend und ist praktisch von Bordellen umgeben. Bald bekommt Halb auch die ersten Kaufangebote aus dem entsprechenden Milieu.
 
  Peter Wehle versteht es hervorragend, den „Sound“ des Wiener Dialekts zu treffen, ohne direkt in diesem Dialekt zu schreiben. Da passt auch der Titel „Hofrat“ der Hauptfigur und die allgemeine Vorliebe für Mehlspeisen sehr gut hinein. Nur die Marotte des Bevorzugens von Tee gegenüber dem berühmten Wiener Kaffees fällt ein wenig aus dem Rahmen und bestätigt sozusagen die Regel.
  Nicht unoriginell ist auch, dass es nicht eine klassische Mördersuche ist, sondern ein zweifelhaftes Geständnis überprüft werden muss. Die Aufklärung bringt aber dann schon recht typische Täter und Motive zum Vorschein. Auch wenn es eine recht verschlungene Geschichte ist.
  Teilweise gibt der Autor den Lesern die Chance, mehr zu wissen, als der Held. Im Fall eines ähnlich klingenden Namens ist das schon fast etwas zu viel, wenn die Klugheit des Helden glaubwürdig sein soll.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.