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Oskar Wilde
Sämtliche Märchen und Erzählungen

Anaconda
2005
Übersetzt von Alice Seiffert
399 Seiten
ISBN-13: 978-3938484388
€ 6,95


Von Alfred Ohswald am 03.01.2014

  Mit Ausnahme seines Romans „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist hier das gesamte literarische Werk Oscar Wildes enthalten, wenn man die genialen Aphorismen nicht dazu zählt. Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert, Märchen, Erzählungen und schließlich ein recht kurzer Teil mit Gedichten. Wobei die Gedichte Wildes allesamt Prosagedichte sind. Am Ende folgt noch ein Nachwort von Günter Walch.
  Vielen Lesern bekannt, da häufig in Anthologien abgedruckt, dürfte das geniale Märchen „Die Nachtigall und die Rose“ sein. Es steht recht typisch für Wildes Märchen, die allesamt einen Hang zu traurigen Enden haben und in denen unerwiderte Liebe und Kritik an Hochmut und Standesdünkel meist die Hauptrolle spielen. Sie sind also für kleinere Kinder wohl kaum geeignet. Bemerkenswert ist dabei, dass der ja nicht unbedingt uneitle Wilde gerade diesen Charakterzug oft und heftig aufs Korn nimmt.
  Wilde gehört auch zu den Autoren, die überzeugend gezeigt haben, dass leicht verständliches Schreiben und flüssige Lesbarkeit keinen Widerspruch zu literarischer Qualität bedeuten müssen.
  Bei den Erzählungen kann „Das Gespenst von Canterville“ zweifellos nicht zuletzt wegen der Verfilmungen wohl zum allgemeinen Kulturgut gezählt werden. An die Genialität seiner Märchen und der meisten Prosagedichte reichen die Erzählungen allerdings nicht ganz heran.
  Es gibt beim gleichen Verlag auch eine Gesamtausgabe, die auch Das Bildnis des Dorian Gray“ enthält. Dort fehlt allerdings wiederum „Das Gespenst von Canterville“ und die unbedingt lesenswerten Aphorismen muss man sich ohnehin extra besorgen.

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