Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Dennis Lehane
In der Nacht
(Live By Night)

Diogenes
2013
Übersetzt von Sky Nonhoff
583 Seiten
ISBN-13: 978-3257068726
€ 22,90


Von Alfred Ohswald am 14.12.2013

  Joe Coughlin ist ein recht durchschnittlicher Krimineller während der Prohibitionszeit in den USA, nur etwas gewiefter, als die Meisten seiner Kollegen. Etwas ungewöhnlich ist nur, dass sein Vater ein höherrangiger Polizeibeamter ist. Sein erster, großer Fehler ist, dass er ein Verhältnis mit der Favoritin eines örtlichen Gangsterbosses anfängt. Bei einem Banküberfall geraten er und seine Kumpane in Schwierigkeiten und dabei bleiben drei tote Polizisten auf der Strecke. Darum ist er gezwungen, sich aus dem Staub zu machen, landet aber durch eine ausgesprochene Dummheit im Gefängnis.
  Dort gelingt es ihm nach einigen Anlaufschwierigkeiten, unter die Fittiche eines Bosses zu gelangen. Als er rauskommt, wird er von dem nach Florida geschickt, um dort die Geschäfte zu leiten.
 
  Diese Handlung klingt nicht nur nach einem typischen Noir-Krimi, es ist auch tatsächlich einer. Auch gibt es keine großartigen überraschenden Wendungen, wie man es von Lehane eigentlich erwarten könnte. Trotzdem ist dieser Krimi alles andere, nur nicht misslungen. Lehane versteht es auch, aus einem so relativ unspektakulären Stoff ein Meisterwerk zu machen, an dem sich künftig andere Autoren messen lassen müssen. Womit mit „unspektakulär“ nicht gemeint ist, dass es nicht häufig recht heftig und brutal zur Sache geht.
  Dieser Stoff – irgendwo zwischen „es war einmal in Amerika“ und „Good Fellas“ angesiedelt – schreit geradezu nach einer Verfilmung.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.