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Stefan Zweig
Verwirrung der Gefühle

Fischer
114 Seiten
DM 18,90


Von Alfred Ohswald am 10.06.2000

  Als der alte Professor geehrt wird, erinnert er sich an die Anfänge seiner Studienzeit und eine ungewöhnliche Begegnung zurück. Während seines ersten Jahres an der Universität in Berlin genoß er das Großstadtleben in vollen Zügen und kümmerte sich wenig um das Lernen. Als sein Vater überraschend auftaucht, kann er ihm ins Gewissen reden und ihn davon überzeugen, das eine Universität in einer kleineren Stadt besser für ihn wäre.
  Dort trifft er gleich am ersten Tag auf einen charismatischen Professor und dieser nimmt sich seiner als Tutor an. Doch bald stellt sich heraus, daß dieser von ihm bewunderte Mann oft zwischen begeistertem und lustlosen Vortrag wechselt und auch noch bemerkenswert wenig veröffentlicht hat. Er wohnt mit ihm im selben Haus und trifft sich Abends oft zum Gespräch. Dabei kann er ihn dazu überreden, ihm sein lange hinausgeschobenes Lebenswerk zu diktieren. Auch seine junge, lebenslustige Frau lernt er kennen und schätzen.
  Aber immer wieder verschwindet der Professor für einige Tage ohne Ankündigung für einige Tage und ist auch so sehr launisch. Wenn er seine Frau über dieses Benehmen fragt, bekommt er abweisende Antworten von der offensichtlich über ihrem Ehemann verärgerten Frau. Lange rätselt er, bis er schließlich bei einem abschließenden Gespräch die Wahrheit über die Neigung des Professors erfährt.
 
  Eine der mit großem Einfühlungsvermögen geschriebenen Erzählungen, deren Schwerpunkt bei der Charakterstudie eines Mannes der, für die damalige Zeit fatal, Homosexuell ist, liegt. Der Schreibstil Zweigs ist hier meistens allerdings noch ziemlich "geschwollen" und man merkt ihr dadurch stark die Entstehungszeit an. Die Geschichte selbst ist aber noch durchaus aktuell.

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