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Christian Klinger
Gleichenfeier

Steinverlag
2013
273 Seiten
ISBN-13: 978-3901392351
€ 13,90


Von Alfred Ohswald am 04.10.2013

  Bei der Kontrolle der Arbeiter auf einer Baustelle wegen Schwarzarbeit versuch eine dieser Arbeiter zu flüchten und kommt bei dieser Flucht ums Leben. Einer der beiden Kontrolleure wird von Inhaber der Baufirma beschuldigt, diesen Arbeiter absichtlich getötet zu haben. Die Ehefrau dieses Kontrolleurs ist die Ehefrau des Privatdetektivs Marco Martin und bittet ihn um Hilfe für ihren Mann. So kommt Marco zu einem Fall in der recht zwielichtigen Wiener Baubranche. Und die betroffene Firma hat es ganz besonders faustdick hinter den Ohren und ihr Chef beschränkt sich nicht nur auf die üblichen Mauscheleien.
 
  Wem „Winzertod“, der erste Krimi mit Marco Martin als Hauptfigur, gefallen hat, liegt hier auf jeden Fall auch richtig. Routiniert erzählt Klinger hier vielleicht noch etwa geradliniger als im Vorgänger einen gut konstruieren Krimi. Die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Privatdetektiv, dem ermittelnden Polizisten Krasberger als fast gleichwertiger, zweiter Hauptfigur und einen Handlanger des Baufirmenchefs. Damit kommt eine angenehme Dynamik und Spannung in den Erzählfluss und es kommt keinerlei Langatmigkeit auf. Klingers Erzähltechnik hat auch einiges von der Struktur eines Spielfilmes, an manchen Stellen hat man die entsprechende Szene direkt vor Augen.
  Wer also ausgezeichnete, konventionelle Krimis mag, kann hier getrost zugreifen. Nur das ziemlich ungewöhnliche Verhältnis des Helden zu seiner Schwester könnte viele dieser Leser irritieren. Klinger hat hier keine großartige Innovation abgeliefert, aber ganz hervorragendes Handwerk. Insgesamt noch eine leichte Steigerung zum ohnehin schon gelungenen Vorhänger „Winzertod“. Auch die dort noch monierten, leichten Schwächen beim Lektorat sind hier weitgehend kaum mehr zu bemängeln.

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