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Galsan Tschinag
Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind

Unionsverlag
2013
392 Seiten
ISBN-13: 978-3293004658
€ 22,95


Von Alfred Ohswald am 31.08.2013

  Ein alter Mann und eine junge Frau freunden sich unter etwas skurrilen Umständen miteinander an. Sie hat eine unglücklich geendete Beziehung mit einem Mann aus einer reichen Familie hinter ihr. Der Mann starb bei einem Jagdausflug und seine Schwester, die jetzt die Macht hat, drängt die junge Frau aus ihrem bisher recht angenehmen Leben wieder hinaus.
 
  Der aus der Mongolei stammende Galsan Tschinag schreibt seine Bücher in deutscher Sprache, was vielleicht die oft originellen und gelungenen Wortneuschöpfungen aber auch den meist umständlichen und gestelzt wirkenden Erzählstil erklärt. So braucht er etwa an einer Stelle eine ganze Seite, um das Wählen einer Telefonnummer auf einem Handy zu beschreiben.
  Besonders fällt diese Langatmigkeit bei der Beschreibung des Zusammenlebens der beiden Hauptfiguren, bei dem sich fast nur banale Alltäglichkeiten ereignen, auf. Viel ereignisreicher erweisen sich da zwei zeitliche Rückblenden, in denen jeweils das bisherige Leben dieser Beiden erzählt wird. Dort ereignet sich nicht nur unvergleichlich mehr, der Autor schreibt auch in einem deutlich flüssigeren Erzählstil.
  Galsan Tschinag ist im deutschen Sprachraum auch durch seine Auftritte als Wunderheiler in traditioneller Tracht in Talkshows bekannt. Aber er ist kein mongolischer Paulo Coelho und Spirituelles spielt zumindest in „Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind“ keine besonders auffällige Rolle.

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