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J. G. Ballard
Die Dürre
(The Drought, 1964)

Übersetzt von Maria Gridling
229 Seiten


Von Alfred Ohswald am 23.05.2000

  Eine seit Jahren durch Umweltverschmutzung verursachte Dürre macht das Leben in der kleinen an einem Fluß liegenden Kleinstadt Hamilton immer schwieriger. Der Fluß ist nur mehr ein ungenießbares, fast Lebloses Gewässer und immer mehr Menschen brechen zur Küste auf, wo Meerwasserdestilierungsanlagen gebaut werden.
  Der Arzt Ransom will noch einige Zeit durchhalten, sieht sich aber von immer mehr obskuren Gruppierungen umgeben. Da sind die Brotlos gewordenen Fischer, ein resoluter Priester mit seinen Gläubigen und ein exzentrischer Reicher mit seiner Schwester und einem eigentümlichen Gehilfen. Als er schließlich in zu großer Gefahr schwebt, macht er sich auch mit einigen Begleitern zu Küste auf den Weg. Doch dort bricht bald ein Chaos unter den wartenden Menschenmassen aus und er wird unweigerlich mit hineingezogen.
 
  Ballard verwendet das bei ihm oft anzutreffende Katastrophenszenario um die Menschen in seinen Geschichten in psychologische Extremzustände zu versetzen. Seine scheinbar von durchgeknallten Typen umgebenen Hauptfiguren passen sich unweigerlich der Situation an. Dabei läßt er sie nicht als einsame Helden, sondern als manchmal unmoralische und egoistische Individuen handeln. Sie durchleben kein Abenteuer und haben alle Hände voll damit zu tun, zu überleben. Dabei spielt die geistige Anpassung eine deutlich stärkere Rolle als die körperliche Überlebensfähigkeit.

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