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Frank W. Haubold
Die Gänse des Kapitols
Götterdämmerung 1

Atlantis
2012
241 Seiten
ISBN-13: 978-3864020308
€ 12,90


Von Alfred Ohswald am 25.07.2013

  Haubolds Roman ist über weite Strecken eine typische Space-Opera. Übermächtige Außerirdische werden mit Hilfe einer List überwältigt. Aber nur vorerst, die Bedrohung bleibt bestehen. Allerdings ist ein kleines Raumschiff auf dem Weg zu ihrem Heimatplaneten, um den Feind direkt dort auszulöschen.
  Als dieses Schiff längere Zeit ausständig ist, macht sich ein alter Bekannter ihres weiblichen Kapitäns bereit, um sich nach ihr auf die Suche zu begeben. Doch so einfach ist dieses Vorhaben nicht, gibt es doch scheinbar Mächte, die jede Menge Probleme machen, weil sie ihre eigenen Ziele verfolgen.
 
  Was vielversprechend mit einem relativ breitflächig konstruierten Hintergrunduniversum und eine weit ausholenden Geschichte beginnt, endet völlig unerwartet mit einem fast überstürzten Ende. So lässt sich vor den zwei restlichen Teilen der geplanten Trilogie die Handlung noch schwer wirklich beurteilen, weil sie sich noch in zu grundsätzlich unterschiedliche Richtungen entwickeln kann. Ein wenig entsteht der Eindruck, dass sich Haubold bei seiner Space-Opera im positiven Sinn von Andreas Brandhorst inspirieren ließ.
 
  Im zweiten Teil „Das Todes-Labyrinth“ geht es wie nicht unüblich natürlich mit der Handlung voran und man erfährt vieles über die Hintergründe des Epos. Aufgrund der Komplexität der Handlung und des zeitlichen Abstands zum Erscheinen des ersten Teils ist die recht ausführliche Rückblende leider nötig. Mit diesem zweiten Teil nimmt die Geschichte mehr Fahrt auf und gewinnt auch an Spannung. Manchen könnte höchstens die zu große Komplexität von Geschichte und Hintergrund stören, der teilweise recht philosophisch und theologisch wird. Eher ungewöhnlich für Science-Fiction ist etwa das Auftauchen leibhaftiger Götter. Das Epos hat zwar in gewisser Hinsicht einiges von einer Space-Opera, ist aber keineswegs Pulp-Lektüre!

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