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Derek Robbins
Bourdieu and Culture

Sage Publications
2000
156 Seiten


Von Bruno Hopp am 05.05.2000

  Dieses englischsprachige Werk stellt für die Gilde der Sozialwissenschafler jeder Couleur einen profunden Überblick über die Entstehung und Gesamtwerk des französischsprachigen Soziologen Pierre Bourdieu dar. Wie schon im Titel mit "culture" angedeutet, liegt der Schwerpunkt in der Betrachtung dessen, was je nach Sprachgebrauch mancher als "Zivilisation", als "Kultur" usw. betrachten mag, was aber je nach Land, Sprachgebrauch andere Akzente setzen kann.
  Bourdieu arbeitet in seinen ersten Analysen überwiegend im pädagogischen Sektor, später kommen umfangreiche Untersuchungen z.B. über die Lage der algerischen Arbeiter, sowohl in Algerien wie auch als Immigranten innerhalb Frankreichs hinzu. Ständig interessiert ihn das, was oft mit Musik, Theater, Kunst, Malerei, die Mode, Wohnstile, Lebensstile und -gewohnheiten identifiziert wird.
  Erst spät werden die Arbeiten des französischsprechenden und publizierenden Bourdieu auch über die Grenzen, etwa in England oder Deutschland etwas bekannter. Schlüsselworte: Konzepte der Sozio-Genese, Produktion, Rezeption und Reproduktion. Als Fallstudien werden Flaubert, Courrèges, Manet genannt.
 
  Derek Robbins ist ausgewiesener Kenner der Arbeiten von Bourdieu und hat 1991 schon einmal eine vielbeachtete Einführung in die Theorien von Bourdieu veröffentlicht. Der Ansatz, zuerst auf den Lebenslauf des Autors einzugehen, dann seine wichtigsten Frühwerke und die bekanntesten 'highlights' tiefergehend darzustellen, macht es sicher auch für Nicht-Soziologen leicht zugänglich. Empfehlen kann ich das Buch allen Lesern, die der englischen Sprache flüssig folgen können und schon ein wenig Hintergrundwissen verfügen. Für einen absoluten Neuling in Sachen "Sozialwissenschaften" dürfte es allerdings nicht geeignet sein, da zu detailliert. Eine ausgesprochen vollständige Bibliographie und ein guter Index ergänzen das Buch.

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