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Akif Pirinçci
Cave Canem
Ein Felidae-Roman

Goldmann
1999
286 Seiten
DM 39,90


Von Timo Gnambs am 22.04.2000

  Kater Francis, Bon-Vivant in den besten Jahren, hat eigentlich alles, was man sich so wünschen kann. Ein Dach über dem Kopf, regelmäßige Mahlzeiten und eine amouröse Liaison mit der Angorakatze Roxy.
  Alles wäre eitler Sonnenschein, wenn in der Stadt nicht der Tod regieren würde. In den letzten Tagen wurden nicht nur die übel zugerichteten Leichen einiger Katzen gefunden - auch deren Erzrivalen, die Hunde haben schmerzliche Verluste unter ihresgleichen zu beklagen.
  So wird Francis, weithin wegen seines scharfen Verstandes und kriminalistischen Spürsinns gerühmt, auf den Fall angesetzt - diesmal jedoch zusammen mit einem Partner, dem pensionierten Polizeihund Hektor. Dieses so ungleiche Duo versucht nun nicht nur einen wahnsinnigen Mörder zu entlarven, sondern auch den keimenden Krieg zwischen Hunden und Kläffern zu verhindern.
 
  Mit scharfem Blick und beißender Feder entlarvt der Autor menschliche Schwächen und Eitelkeiten, um sie dann durch die Augen der Katzen ironisch zu kommentieren. So ist es nicht nur ein Genuß Francis Ansichten zu Gott und der Welt zu verfolgen, der Kriminalfall selbst läßt einen auch kaum zu Atem kommen.
  So spannend der Roman großteils auch ist, das letzte Drittel und die Lösung des Falles lassen dann doch etwas zu wünschen übrig. Der Autor versucht das Wesen des Krieges näher zu analysieren und kommt dabei zu Erkenntnissen wie "Der Mensch ist das grausamste Tier" - für wahr kein tiefschürfende oder neue Aussage.

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