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Andrew Harman
Das göttliche Dutzend
(The Deity Dozen, 1996)

Heyne
1999
Übersetzt von Ronald M. Hahn & Chris Weber
383 Seiten
DM 16,90


Von Alfred Ohswald am 26.04.2000

  Wieder einmal hat es Syffel, der Gott des Bieres knapp nicht geschafft an der Tafel der obersten Götter aufgenommen zu werden. Ausgerechnet sein Erzgegner, der Gott des Weines, hatte einige Gläubige mehr als er und nahm an der begehrten Stelle Platz. Um sich den das nächste Mal selbst zu sichern, kommt Syffel auf eine geniale Idee. Der gerade wenig erfolgreiche Mietprediger Zorn soll verdammte Seelen in der Hölle zu dem Glauben an ihn bekehren. Allerdings muß dieser vorher sterben und es gelingt Syffel auch, Zorn davon zu überzeugen. Doch da Syffel ihn nicht töten darf und Selbstmord auch nicht zum gewünschten Ziel führen würde, muß Syffel sich etwas einfallen lassen.
  Unterdessen tyrannisiert der Dämon und Oberleichenbestatter Byrernst seine dämonischen Untergebenen in der Hölle mit Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen. Einer dieser Untergebenen ist Nabob, der sich einst selbst Chancen auf die Stelle des Oberleichenbestatters ausrechnete und wegen seines Mißerfolgs auf Rache sinnt. Als er auf ein geheimnisvolles Dokument stößt, sucht er seinen einstigen, ebenfalls glücklosen Kompagnon Schoysal auf, um ihn um Rat zu fragen. Bald sind die Beiden wieder am Schmieden von Umsturzplänen und gehen sogar soweit, kleinere Götter zu entführen. Zorns Ankunft und darauf folgende Bekehrungsversuche in der Hölle beruhigen die Lage dort auch nicht unbedingt.
 
  Nicht nur Terry Pratchett schreibt in England humorige Fantasy, auch Harman ist in diesem Genre durchaus erfolgreich zugange. Seine Romane über allzumenschliche Geschehnisse in Himmel und Hölle zeichnen vor allem durch skurrile Typen aus. Obwohl seine Einfälle und sein Stil nicht an Pratchett heranreicht, ist es in jedem Fall gut gelungene, kurzweilige Unterhaltung.
  Bemerkenswert ist auch die fast immer gelungene Arbeit der Übersetzt bei der Wahl der immer voller Anspielungen steckenden Namen.

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