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Agatha Christie
Die Tote in der Bibliothek
(The Body in the Library, 1942)

Fischer Scherz
2001
ISBN-13: 978-3502518020


Von Klaus Makollus am 15.03.2013

  Weder tot noch lebendig hat das Mädchen etwas in der Bücherei von Colonel Bantry zu suchen. Darüber sind sich alle Bewohner von St. Mary Mead einige. Miß Marple hält die Frage, wie die Leiche in die Bücherei kam, nicht für wichtig. Wie üblich beschäftigt sie sich lieber mit verräterischen Nebensächlichkeiten.
  Wie in vielen anderen Romanen auch tritt Miss Marple hier erst einmal in den Hintergrund, um dann am Ende ihren großen Auftritt zu haben. Vordergründig ist der Roman gut lesbar und flüssig geschrieben. Daß der vorliegende Roman nicht zu den berühmtesten der englischen Autorin gehört, hat für mich einen handfesten Grund. Die Nachforschungen der Miss Marple sind einfach zu zufallsgesteuert und banal, als daß sie spannend wären. Auch das Verbrechen als solches ist einfach zu lustlos beschrieben. Hier wird die Karte „glücklicher Zufall, daß alles so glatt gelaufen ist“ zu deutlich gespielt, als daß sie überzeugen würde. Was für ein Zufall muß es doch sein, daß ein Mord quasi in aller Öffentlichkeit passiert und doch niemand etwas bemerkt? Mir persönlich kommt diese Vorgehensweise der Autorin etwas zu konstruiert vor. „Glück muß der Mensch haben,“ lautet eine Redensart. Kommissar Zufall mag der Polizei gelegentlich helfen; oft genug ist es aber harte kriminalistische und forensische Arbeit, die die Polizei weiterbringt. Ein guter Kriminalautor berücksichtigt dies...

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