Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Gabriel Barylli
Beginn

Styria
2012
256 Seiten
ISBN-13: 978-3-222-13371-8
€ 24,99


Von Sabine Breit am 15.01.2013

 „Die Seele lernt nur an dem, was der Verstand nicht begreift“
 
  Der zweite Teil der Reise Marias ins Paradies. Der Titel „Beginn“ mag etwas seltsam anmuten für den zweiten Teil einer Trilogie, beschreibt aber tatsächlich den Anfang der Persönlichkeitsentwicklung der Hauptprotagonistin.
  Gabriel Barylli lässt sie in der Ich-Form über Erlebnisse in ihrer Kindheit, Jugend und auch später, in jungen Erwachsenenjahren erzählen. Alle Erlebnisse, die sie ihrem Gefühl nach zu der gemacht haben, die sie ist.
  Eine empfindsame, offene Frau, die weiß was sie will, und die sich dem Konsumwahn, der Verlogenheit, der Unterwürfigkeit unserer Zeit versagt.
  Z.B. erzählt sie von ihrer ersten Liebe, zu der sie sich nicht bekannt hat aus Angst, sich dann gegen ihre vermeintlichen Freundinnen und der allgemeinen Akzeptanz zu stellen. Sie erzählt auch von einer Reise nach Ägypten, die sie nach ihrer Matura gemacht hat und auf der sie nicht nur ein fremdes Land sondern auch ihre eigene Seelenlandschaft erkundet hat. Beziehungen zu ihren Eltern, Freunden und Männern beschreibt Maria auch als wichtige Meilensteine in ihrer Persönlichkeitsentfaltung. Bis sie sich am Ende des Romans in einer neuen Liebe mit Martin findet, den sie schon im ersten Teil kennengelernt hat.
 
  Alles in Allem verfolgt Gabriel Barylli anscheinend auch in diesem zweiten Teil seiner Paradies-Trilogie die hehre Absicht, die Welt zu verbessern und mit allem abzurechnen, was seiner Meinung nach die Menschheit belastet. Guter Vorsatz, netter Versuch - aber wäre er bei nur einem Roman geblieben, der zweite wär niemandem abgegangen. Im Unterschied zum ersten Teil ist der zweite Teil langatmig und wenig fesselnd.
  Die nettesten Seiten finden sich zum Schluss, wo Maria Martin in einer Art Schlussplädoyer ihr Verständnis von Liebe erklärt. Das entschädigt dann wieder ein wenig für die vielen Seiten davor, durch die man sich durchgekämpft hat. Bleibt zu hoffen, dass der dritte Teil wieder mehr an Spannung gewinnt.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.