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Thomas Bührke
Genial gescheitert
Schicksale großer Entdecker und Erfinder

dtv
2012
240 Seiten
ISBN-13: 978-3423249287
€ 14,90


Von Alfred Ohswald am 28.12.2012

  Der Wissenschaftsjournalist Bührke präsentiert hier neun Wissenschaftler, deren Entdeckungen zu ihrer Zeit noch nicht anerkannt wurden. Nur im letzten Fall, bei Tesla und Einstein, geht es um das Scheitern beim Suchen nach drahtloser Energieübertragung und der berühmten „Weltformel“.
  Die anderen sieben Fälle sind Philipp Reis und das Telefon, Charles Babbage und der Vorläufer des Computers, Alfred Wegener und die Entdeckung der Kontinentaldrift, Otto Lilienthal und das Flugzeug, Aristarch von Samos und das heliozentrische Weltbild, Iganz Semmelweis und die Entdeckung der Ursache für das Kindbettfieber und schließlich Ludwig Bolzmann und der Streit zwischen Atomisten und Enerigisten.
  Bührke beginnt jedes dieser Kapitel mit einer entscheidenden Szene aus dem Leben des behandelten Wissenschaftlers und lässt dann eine kurze Biographie folgen. Dadurch hat man neun kurze Biographien mehr oder weniger berühmter Wissenschaftler in diesem Buch versammelt. Diese Kürze macht das Buch kurzweilig und Bührke schreibt bewusst in allgemeinverständlicher Form, so dass keinerlei wissenschaftlicher Kenntnisse für die Lektüre vorausgesetzt werden.

Von Manuela Sokele am 03.05.2013

  In „Genial gescheitert“ berichtet Thomas Bührke, wie der Untertitel verrät über „Schicksale großer Entdecker und Erfinder“. Der Autor selbst bringt in seinem Vorwort den Inhalt des Buches auf den Punkt:
 
  „Freilich waren sehr viele Forschungsarbeiten von Beginn an zum Scheitern verurteilt, wie die Suche nach dem Perpetuum Mobile oder die Verwandlung von Quecksilber in Gold. Die erfolglosen Erfinder dieser Kategorie sind vergessen, und das aus gutem Grunde. Es gab jedoch eine Reihe äußerst intelligenter Menschen, die in ihrem Leben herausragendes geleistet haben, sich dann aber ein Ziel setzten, das sie nie erreichten. Über diese, auf hohem Niveau gescheiterte Helden geht es in diesem Buch.“
 
  So erfahren wir zum Beispiel, wie Philpp Reis neben einigen genialen Erfindungen auch das Telefon entwickelte, aber Alexander Graham Bell am 14. Feber 1876 das Patent einreicht. Oder wie Charles Babbage einen Computer auf dem Papier entwickelte, den er aus finanziellen Gründen nie bauen konnte. Auch Ignaz Semmelweis hat eine sensationelle Entdeckung gemacht, wie man mit mehr Hygiene gegen das Kindbettfieber angehen kann. Aber er wurde von seinen Kollegen deswegen nur angefeindet.
 
  Noch vor der ausführlichen Geschichte der jeweiligen Persönlichkeit bietet uns de Autor auf ca. drei bis fünf Seiten in einer kurzen Zusammenfassung das Wichtigste über den Forscher und seine Erfindung. Danach folgen eine Abbildung des Erfinders und der detaillierte Text.
 
  Thomas Bührke zeigt uns in „Genial gescheitert“, dass auch geniale Menschen scheitern können, wenn auch auf sehr hohem Niveau. So bietet er uns einen Einblick in Leben und Zeit neun verschiedener Persönlichkeiten. Ein wirklich interessantes Buch, das unterhaltsam und informativ zugleich ist.

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