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Alfred Komarek
Polt muss weinen
(1998)

Haymon
191 Seiten


Von Alfred Ohswald am 12.04.2000

  Der Gendarm Polt findet den im ganzen Dorf verhaßten Albert Hahn in seinem Weinkeller. Er ist anscheinend ohne Fremdverschulden am Gärgas gestorben. Polt glaubt auch an einen Unfall und zieht nur eher gewohnheitsmäßig Erkundungen ein. Doch ein anonymer Brief an seiner Haustür läßt ihn dann doch an einen Mord glauben. Als er das meldet, kommen Wiener Kriminalbeamte in das abgelegene Dorf im nördlichen Niederösterreich, um die Sache zu untersuchen. Aber sie kommen nicht recht vom Fleck und Polt wird zunehmend von seinen Bekannten und Freunden gemieden. Nach einem weiteren Mordanschlag auf einen ziemlich heruntergekommenen Trinker kann er aber den Täter zum Reden bringen. Polt glaubt aber nicht recht, daß er auch der Mörder von Hahn ist.
 
  Komarek benutzt den Krimi zu einer kenntnisreichen und einfühlsamen Schilderung der Menschen und Lebensumstände im niederösterreichischen Weinviertel mit seinen typischen Kellergassen. Und auch sein unspektakulärer Inspektor ist dem Leser bald ans Herz gewachsen. Die Handlung des Krimis ist zwar auch nicht besonders ausgefallen, aber mit einem gekonnten Spannungsbogen geschrieben. Beim Lesen kommt eine zu den Umgebung und den Geschehnissen sehr gut passende, beschaulich-schwermütige Stimmung auf. Und man bekommt selbst Lust auf einen gemütlichen Streifzug durch eine dieser Kellergassen an einem schönen Herbstnachmittag.

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