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Robert E. Howard
Volk der Finsternis
Geschichten aus Lovecrafts Cthulhu-Mythos

Festa
2009
352 Seiten
ISBN-13: 978-3865520623
€ 28,-


Von Alfred Ohswald am 27.12.2012

  Howard ist heute wohl in erster Linie für seinen Helden Conan bekannt. Aber er veröffentlichte hauptsächlich um die 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts auch viele Horrorstorys in Magazinen wie „Weird Tales“. Der bekannteste Autor für diese Magazine ist heute wohl H. P. Lovecraft, den Howard auch bewunderte und mit ihm in Kontakt stand.
  Allerdings nahm sich Howard im Widerspruch zum Untertitel des Buches des Cthulhu-Mythos. Aber selbst da sind es nur Anleihen und keine echten Storys aus dem Cthulhu-Universum.
  Wie Lovecraft benutzt auch Howard gerne recht drastische und etwas überbordende Adjektive. Allerdings erzählt er direkter und geradliniger und seine Storys haben im Gegensatz zu Lovecraft fast immer ein Happy-End. Außerdem variiert er auch gerne klassische Themen, wie Vampire, Werwölfe, King Kong oder sogar 2x schlagen in einem Traum, die tatsächlich am Ende tödlich sind.
  Weiters ähnelt er Lovecraft in der Art, wie sie fremde und alte Völker und damals noch als unzivilisiert geltende Regionen, wie Afrika oder das innere Asien gerne als abgrundtief böse beschreiben. Generell würde heute manches von dem Geschriebenen scharf an der Grenze zum Rassismus liegen. In seinen am Ende des Buches abgedruckten Briefen zeigt sich Howards heute etwas kurios erscheinendes Interesse an menschlichen Rassen der Frühzeit noch stärker. Aber aus heutiger Sicht etwas seltsamen Ansichten muss man auch bei anderen Klassikern in Kauf nehmen.
  Howard beherrscht sein Handwerk hervorragend und ist auf jeden Fall für Fans klassischer Horror-Storys eine uneingeschränkte Empfehlung!

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