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A. E. van Vogt
Ischer

471 Seiten


Von Alfred Ohswald am 08.04.2000

  Der Roman setzt sich aus den Kurzgeschichten "Die Wippe" (The Seesaw, 1941), "Der Waffenladen" (The Weapon Shop, 1942) und den Romanen "Die Waffenhändler von Ischer" (The Weapon Shops of Isher, 1949) und "Die Waffenschmiede" (The Weapon Makers, 1943) zusammen und ist von ihm gründlich überarbeitet in zwei Teilen erschienen. Die Originalfassung ist, wie oft bei van Vogt, auch im Original der späteren Überarbeitung vorzuziehen.
 
  In "Die Wippe" gerät ein Reporter unserer Zeit in eine tausende Jahre entfernte Zukunft mitten in einen Konflikt zwischen einer Organisation namens "Die Waffenhändler" und der herrschenden Monarchie. Mehr oder weniger freiwillig wird er von den Waffenhändlern wieder in die Zeit zurückgeschickt und dabei als Mittel gegen die Bedrohung ihnen gegenüber eingesetzt. Doch dabei passiert etwas unvorhergesehenes.
  Bei "Der Waffenladen" taucht ein solcher unvermittelt in einer Kleinstadt auf. Der sturköpfige radikale Anhänger der Regierung Fara ereifert sich sofort heftig dagegen. Als er durch unglückliche Umstände die negativen Seiten der Regierung kennenlernen muß, ist er zum Umdenken gezwungen.
  Der Sohn von Fara spielt in "Die Waffenhändler von. Ischer" die Hauptrolle. Er verschwindet von Daheim Richtung Hauptstadt. Schon auf dem Flug wird ihm sein Geld abgenommen und in der Stadt taumelt er weiter von einem Problem zum nächsten. Die den Waffenhändlern angehörende Lucy hilft ihm manchmal aus der Patsche und fühlt sich zunehmen zu ihm hingezogen. Durch einen Militär ist ihm eine Offiziersstelle gegen eine hohe Bestechungssumme angeboten worden und er versucht diese aufzutreiben. Im Hintergrund zieht der Waffenhändler Robert Hedrock seine Fäden und verfolgt seine eigenen Pläne.
  "Die Waffenschmiede" ist der bei weitem umfangreichste und komplexeste Teil und führt die Geschichte um den unsterblichen Robert Hedrock, die Herrscherin Innelda Ischer und den seinen verstorbenen Zwillingsbruder suchenden Neelan. Letzterer stößt bei seiner Suche auf ein außergewöhnliches Raumschiff, das erstmals Reisen über das Sonnensystem hinaus zu anderen Sternen erlauben würde. Auch die Königin erfährt davon und erkennt darin eine gefährliche Bedrohung ihrer Herrschaft. Der unsterbliche Hedrock gerät bei der Verfolgung seiner Pläne zwischen die Fronten hat sowohl die Herrscherin als auch die Waffenhändler im Nacken. Aber er hat auch ungewöhnliche Mittel zur Verfügung. Die erstaunlichsten Erlebnisse sollte allerdings Neelan haben.
 
  Eine typische Science Fiction Geschichte mit so ziemlich allen dabei gewohnten Zutaten. Selbst die Charaktere sind van Vogt ziemlich gut gelungen. Die komplexe aber leicht nachvollziehbare Handlung ist aber das Gelungenste und macht den Roman zu einer leicht lesbaren, spannenden Buch. Obwohl im Hintergrund durchaus etwas Gesellschaftskritik eine Rolle spielt, ist es doch in erster Linie eine Abenteuergeschichte mit phantastischen Hintergrund. Die Ähnlichkeit des Namens "Isher" der Herrscherdynastie bei van Vogt mit dem der "Usher" bei Edgar Allen Poe bedeutet weder eine stilistische noch inhaltliche Ähnlichkeit. Der Schuh wäre dann doch etwas zu groß.

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