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TSV München von 1860 e.V.
Fussball Geschichte eines Traditionsvereins

Gotteswinter Verlag
1997
276 Seiten
ISBN-13: 978-3000022043


Von Klaus Makollus am 08.11.2012

  Neben den weitaus erfolgreicheren „Bayern München“ ist „1860 München“ der zweite überregional bekannte Fußball-Verein der bayerischen Landeshauptstadt kennen. Auch die `60er können auf eine lange und beständige Fußballvergangenheit zurückblicken, in der es nicht nur Höhen, sondern gelegentlich auch Tiefen gab.
 
  Das vorliegende Buch bietet eine Zeitreise durch die deutsche Fußball-Geschichte. In chronologischer Reihenfolge werden die historischen Ereignisse geschildert, vorrangig diejenigen auf dem Platz, Hauptsache, es ist ein Bezug zur Mannschaft gegeben. Reichlich bebildert ist das Buch; Claudius Mayer hat als Autor ganz tief im Vereinsarchiv gesucht, um selbst die 1920er Jahre mit Bildaufnahmen anreichern zu können. Inhaltlich bilden allerdings die Jahre in der Oberliga Süd bzw. den jeweiligen Bundesligen den Schwerpunkt.
  Die letzten beiden Seiten sind der Vereinsstatistik vorbehalten. „Nur so wenig? Warum nicht mehr?“ mag der eingefleischte Fan nun fragen. Eigentlich ist das Vorgehen in dieser Form aber auch ganz gut so. Viele andere, vergleichbare Vereinschroniken enthalten umfangreiches Datenmaterial in ihren Statistiken; dieser Teil ist dann aber auch immer der langweiligste Teil des Buches. Der Fan möchte in den Erinnerungen an den guten Tagen schwelgen und die Erfolge noch einmal nachvollziehen.
  Diese Fans stehen hier im Vordergrund. Sie sind eindeutig die Zielgruppe des Werkes. In ihrem Bücherschrank im heimischen Wohnzimmer soll die papiergewordene Erinnerung stehen.
  Wie in solchen Büchern üblich, sind die Beschreibungen ein wenig vordergründig angelegt. Themen wie die wirtschaftliche Situation, die Organisation des Spielbetriebs und der Wandel der Spielkultur vom reinen Amateur- und Freizeitbereich zu einem professionellen Sportunternehmen bleiben also außen vor. Was schon ein wenig bedauerlich ist. Schließlich möchte man auch (oder gerade?) als Anhänger wissen, wo der Verein derzeit steht.

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